Ich werde oft nach praktischen Umsetzungsmöglichkeiten meiner Blogbeiträge
gefragt. Dazu fiel mir heute eine wunderschöne Übung ein, von der ich vor
langer Zeit mal gehört habe. Als ich sie damals ausprobierte, ging es mir von
einem auf den anderen Moment besser. Ich spürte eine wunderschöne, leise
Freude in mir. Wenn Du die Übung der herzlichen Momente kennenlernen
willst und auch sofort mehr Freude in Dir spüren möchtest, dann lade ich Dich
dazu ein, meinen heutigen Blogbeitrag zu lesen.

Ich hole mir gerne morgens einen Latte Macchiato bei meinem Bäcker um die
Ecke. Manchmal nutze ich auch die Zeit, um mich hineinzusetzen, meinen Kaffee
zu trinken und die Menschen zu beobachten. Ich mag das, das gibt mir Energie für
den Tag und durch die Beobachtung fallen mir neue Ideen für meinen Blog ein.

Eines Morgens setzte ich mich in das Bäckerei- Café und bemerkte, dass
heute ungewöhnlich viele Menschen an der Verkaufstheke anstanden. Hinter
dem Tresen stand eine neue Mitarbeiterin, die ich nicht kannte. Sie wirkte sehr
gestresst und man sah ihr an, dass sie richtig ackern musste, weil sie alleine war.

Es war offensichtlich ihr erster Tag und man hatte sie ins kalte Wasser
geschmissen. Sie versuchte Kaffee zu machen, hatte aber vergessen den Kaffee
aufzufüllen. Der Ofen piepte, weil die fertigen Brötchen  raus wollten, und sie
sollte drei Butterbrezeln schmieren, währenddessen die Schlange der Anstehenden
immer größer wurde. Die arme Frau schwitzte und war ziemlich hektisch, sie
vergaß zu lächeln und das übliche „Darfs noch was sein“, fiel auch unter den Tisch.

Ich setzte mich an einen Tisch, las in einem Buch und wartete den Ansturm ab.
Als es ruhiger wurde, bestellte ich meinen Kaffee und las noch ein wenig weiter.
Bevor ich gehen wollte, fiel mir die Übung der herzlichen Momente wieder ein,
über die ich Dir hier berichten will.

Ich nahm meinen Kuli zur Hand und schrieb auf die Serviette:
Ich habe gesehen, dass Sie es heute nicht leicht hatten, aber auch,
dass Sie versucht haben alles zu geben. Ich möchte Ihnen sagen, dass ich das toll finde.
Ich ließ zusätzlich fünf Euro Trinkgeld auf dem Tisch und ging.

Auf meinem Weg nach Hause fühlte ich mich so beschwingt, dass ich mir gleich
überlegt habe, wem ich als nächstes eine Freude machen könnte, wem ich als
nächstes einen herzlichen Moment bescheren könnte, mir fiel der Briefträger ein,
und ich machte mir Gedanken über andere Leute, deren Arbeit oft nicht
wirklich gewürdigt wird.

Mit den herzlichen Momenten ist gemeint, dass wir unsere eigene Freude
freisetzen, indem wir die Freude anderer Menschen freisetzen. Die Bedingung
dabei ist aber, dass es tatsächlich von Herzen kommen muss und möglichst
anonym passiert. Sicherlich könnte sich die Bäckereiverkäuferin an mich erinnern,
aber ich hielt das für unwahrscheinlich, weil sie so im Stress war, dass sie mich
gewiss nicht wirklich wahrgenommen hatte.

Wenn wir unsere Anerkennung und unser Geld großherzig mit anderen teilen,
dann schenken wir ihnen etwas von unserer Energie, Mühe, Liebe, ja von unserem
Leben. Es ist egal wie viel es ist. Es geht nur um die Geste.
Es geht auch darum, dass wir eine Woge der Positivität in Gang setzen, die sich
ganz natürlich fortpflanzen muss.

Wenn der Empfangende sich nämlich nicht bedanken kann, wird er das
Bedürfnis haben einem anderen Menschen auch einen herzlichen Moment zu
bereiten. Eine positive Woge hat die natürliche Angewohnheit sich auszubreiten.

Ein weiterer bedeutsamer Nebeneffekt ist, dass wir unserem Unterbewusstsein
suggerieren, dass wir wohlhabend genug sind, um andere Menschen
zu beschenken. 
Dadurch kommen wir in das so sehr herbeigesehnte Bewusstsein
der Fülle. 
Endlich tun wir etwas, anstatt nur zu reden!

Nochmal möchte ich aber daran erinnern, dass es wichtig ist, dabei authentisch
zu sein und zu fühlen. Wenn Du es nur tust, um etwas zu bekommen,
dann wird es nicht funktionieren, dann wird Dich das, was Du bekommst nicht
befriedigen, weil Du immer mehr erwartest.

Wenn Du aber einfach gibst, weil Du in dem Moment geben willst, wird
sofort etwas freigelegt in Dir – eine sehr lebendige Freude. Du fühlst
aber auch Verbundenheit, Wertschätzung und Sinn.

Laut meinem Lieblingsgesetz, dem Resonanzgesetz, entspricht das Echo
immer dem Ruf, ob es von außen oder von innen kommt.
Das Geheimnis der Freude ist, dass wir sie nur dann fühlen können, wenn
wir sie auch ausdrücken, wenn wir sie rauslassen.
Und wir lassen sie heraus, wenn wir sie andere fühlen lassen.
Ist das nicht schön? Ich finde das so großartig!

Diese herzlichen Momente kann man auf viele unterschiedliche Arten
verteilen. Auch ohne Geld, mit einem herzlichen, offenen Lächeln,
gerade wenn einem jemand entgegen kommt, der grimmig dreinschaut.
Wer weiß, was sich dadurch an diesem Tag für diesen Menschen
ändert? Vielleicht wacht er kurz auf, aus seinem ständigen Sorgenmachen,
oder den ewigen Grübeleien und fühlt eine überraschte Freude in sich…

Aber auch mit einem Lied, einem Freudentanz, einem Gedicht oder
einem Bild, einer Berührung, einem liebevollen Blick, der Bereitschaft
zuzuhören oder etwas auszusprechen kann man solche
herzlichen Momente erschaffen.

Wir beeinflussen uns alle gegenseitig. Die Kommunikationsforschung
sagt, wir schaffen durch unser ganzes Sein permanent Erfahrungen
in anderen. Immer und ständig.

Oft fällt es uns schwer uns vorzustellen, dass wir mit wildfremden
Menschen verbunden sein sollen. Vielleicht wird es einfacher für Dich,
wenn Du Dir bewusst machst, dass der Körper aus 100 Billionen
Zellen besteht. Da sind sicher auch Zellen dabei, die auf zellisch sagen:
„Was habe ich mit einer Nierenzelle zu schaffen? Kümmert mich
nicht die Bohne!“

Wir wissen ja,was passiert, wenn irgendeine Zelle in irgendeinem
Organ sagt:“ Die Nachbarzelle da ist krank und nippelt bestimmt
bald ab, was interessiert mich das?“ Das Sterben einer Zelle
wirkt sich auf den Gesamtorganismus aus. So bilden alle unsere
Zellen unseren Körper und wir alle zusammen ein Ganzes.

Wir sind in verschiedenen Körpern aber wir sind ein Bewusstsein.
So verwirklichst Du also Dein wahres Selbst, wenn Du für Deine
Mitmenschen ob nahstehend oder fremd, einfach mal etwas Gutes tust.

Hier sind noch einige Anregungen für weitere Herzliche Momente,
aber die besten sind bestimmt diejenigen, die Dir selber einfallen!

  • Verschicke anonym  Blumen mit einem
    wertschätzenden Gruß an Freunde, Bekannte oder
    Nachbarn.
  • Zahle im Café einen Kaffee für den Nächsten
  • Im Restaurant bezahlst Du für jemanden am Nebentisch
    ein Getränk
  • Stelle einer  nicht so wohlhabenden Familie mit Kindern
    einen Obstkorb vor die Tür (oder schick ein Päckchen)
    mit ein wenig (gesunder!) Schokolade oder ähnliches
  • Lass Dir was einfallen!

Was löst Du eigentlich aus, wenn du anderen herzliche Momente
bereitest? Du bist bewusst und absichtsvoll, harmonisch und förderlich.
Ganz besonders, weil Du die Entscheidung triffst, dass Dein Leben
anderen zugute kommt. Du wirst für andere zur Quelle dessen, was Du Dir
selber wünschst und erleben willst. Du willst mehr Glück und Freude
erleben? Gib es anderen und Du wirst es selbst erfahren!

Ich brenne darauf zu wissen, ob Dir noch mehr Herzliche Momente einfallen!
Teile sie doch mit mir und gib mir und anderen, die mitlesen, neue
Anregungen, wie wir alle herzliche Momente bereiten können!
Und großartig wäre natürlich auch, wenn Du mir mitteilen kannst,
was Du tatsächlich getan hast!

Wenn Du das Thema Selbstliebe vertiefen möchtest, dann melde
Dich doch am Ende dieses Artikels für meinen Newsletter an und
erhalte sofort mein Gratis – Ebook für Dich,  mit einer 9-Schritte
Anleitung wie Du alte Muster und Blockaden  lösen kannst.

Entscheide Dich dazu mehr zu Handeln und weniger
nachzudenken! Das ist ein wunderbarer erster Schritt zu mehr Freude!
Ich hoffe, meine Anregungen konnten Dir heute helfen tatsächlich
zur Tat zu schreiten!

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