Radical-Blog

Akzeptanz: Die 4. Etappe auf dem Weg zurück zu Dir

Akzeptanz

Wenn Du den ersten drei Etappen gefolgt bist, wenn Du
Dich darauf eingelassen hast, dann wirst Du am Ende des Schmerzes
unweigerlich hier ankommen. In der Akzeptanz dessen, was ist.

Du bist durch die Verwirrung gegangen, durch den Nebel, der
Dir den klaren Blick auf Deine Wünsche und Bedürfnisse versperrt.
Klarheit ist es, die Dir begegnet ist, als Du Dir erlaubt hast, zur Ruhe
zu kommen, durchzuatmen und einfach nicht zu wissen, was
als nächstes zu tun ist.

Als die Ruhe in Dir eingekehrt war, kam sie dann hoch, die Wut
auf die Dinge und Umstände, wie sie Dir passiert sind in Deinem Leben.
Du hast sie wieder getroffen, im Geiste, die Menschen, die Dich
verletzt haben, die Dich nicht so behandelt haben, wie Du es Dir
gewünscht hast.

Du hast sie gefühlt, die Wut, hast ihr Raum gegeben und sie sein lassen,
hast sie nicht verdrängt, nicht von Dir abgeschnitten.
So konnte sie gesehen werden, so konnte sie sich ausdrücken, und
Du hast Dich dennoch nicht von ihr vereinnahmen lassen.
Deshalb konnte sie auch wieder gehen und einem Gefühl Platz
machen, das genau so wichtig und ursprünglich ist und genau so
unerwünscht: Dem Schmerz.

Tief aus Deinem Inneren ist er aufgestiegen und hat Dir klar gemacht,
wie verletzlich Du noch immer bist und wie berührbar.
Der Schmerz hat Dir gezeigt, dass das kleine Kind von damals immer
noch da ist und Dein Leben mitbestimmt, auch wenn Du das nicht
wahrhaben willst.
Du hast den Kontakt wieder hergestellt zu dem Kind in Dir, das nur
darauf gewartet hat, wieder Deine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Du hast Dich mit Dir selbst verbunden und erfährst dadurch eine neue
Lebensqualität, eine tiefere Verbundenheit mit Dir selbst und
mit der Welt um Dich herum. Das geht immer Hand in Hand.

Nun folgt die letzte Etappe auf dem Weg zurück zu Dir:

Etappe 4: Akzeptanz

Im Idealfall bist Du, nachdem sich auch der Schmerz über all die
verlorenen Dinge in Deinem Leben gelegt hat, angekommen im
Frieden mit Dir selbst. Du bist angekommen auf der Basis, von der
aus Du nun mit klarem Ausgangspunkt ins Leben gehen und
Deine Wünsche weiterverfolgen kannst.

Du hast Deine Geschichte akzeptiert. Die Karten, die Du im Leben
bekommen hast, nimmst Du nun als Basis, um Dein Kartenspiel zu
erweitern. Jetzt liegt es an Dir, das Spiel zu spielen, jetzt bist Du der
Dreh und Angelpunkt für Dein Leben und niemand sonst.

Manchmal ist der Übergang fließend und ruhig, manchmal kommt
er mit einem lauten Bäng.
Bei mir war es der laute Bäng. Monatelang wollte ich Teil von etwas sein,
und klopfte an eine bestimmte Tür. Ich wollte unbedingt eingelassen werden
und redete und schrieb, nur mit diesem Ziel. Dabei war mir nicht bewusst,
dass ich mich selbst dabei aus den Augen verlor, nur um da rein zu kommen.

Dann plötzlich, mit einem lauten Widerhall in mir selbst, wurde die Tür
final geschlossen. In diesem Moment kam der uralte, bekannte Schmerz über
die Ablehnung in mir zum Vorschein. Ich fühlte ihn so tief ich konnte, bis in
jeden Winkel hinein und das Gehenlassen geschah von selbst.

Meine wichtigste Erkenntnis aus dieser Zeit:

Und dann war er auf einmal da, der Frieden in und mit mir. Die Erkenntnis,
dass ich genau so, wie ich bin, richtig bin. Ich brauche weder etwas dazu tun,
noch etwas wegzunehmen.
Ich muss niemandes Türen einrennen, die einfach nicht für mich bestimmt
sind. Ich muss nur mir selbst folgen, mich ernst nehmen und als Ausgangspunkt
für meine Lebensreise betrachten, dann würde alles so werden, wie ich es wünsche.
All das wurde mir plötzlich klar.

Mein praktischer Tipp:

Verankere dieses Gefühl der Ruhe und Akzeptanz in Dir und finde
jeden Tag ein paar Minuten, um sie Dir bewusst zu machen.

Selbstakzeptanz und Selbstliebe gehen Hand in Hand. Wenn das
Gefühl neu für Dich ist, dann genieße es und bemühe Dich darum,
es so oft wie möglich zu spüren, in dem Du Dich und Deine Bedürfnisse
weiter erforschst.

♥ Finde Deine Freude, erlaube Dir nach dem zu suchen, was Dich
glücklich macht und erfüllt. Oft ist es ganz nah bei Dir. So nah,
dass Du es zunächst nicht sehen kannst.

♥ Nimm Dich wichtig und ernst. Frage Dich immer wieder im Laufe
Deines Tages, wie es Dir geht. Und wenn die Antwort negatv ist, dann
suche danach, wie Du Deinen Zustand  jetzt verbessern kannst, anstatt
darin auszuharren. Übergehe Dich nie mehr aus Nachlässigkeit oder
Bequemlichkeit, es rächt sich früher oder später.

♥ Stelle Dir viele Fragen danach, wie Du leben willst. Willst Du selbst
bestimmen, wie Du Deinen Tag gestaltest? Fühlst Du Dich wohler in
einem Angstelltenverhältnis? Welche Menschen willst Du in Deinem
Leben haben? Ziehe in jedem Lebensbereich Bilanz und schaffe einen
Ausgangspunkt, von dem aus Du nun los gehst in die
Richtung Deiner Freude.

Akzeptanz ist Dein Startpunkt

Erst wenn wir uns vollkommen akzeptiert haben, wie wir sind, können
wir die positive Energie aufbringen, um etwas zu ändern.
Die Akzeptanz  unseres bisherigen Lebens und unserer Person ist
Ausgangspunkt A zu einem Ziel B.

Wir können nur verreisen von einem genau definierten Punkt aus.
Unser Ziel müssen wir auch definieren, aber auch das können wir
erst, wenn wir wissen, von wo aus wir starten.

Ein Alkoholiker zum Beispiel, kann seine Sucht erst überwinden, wenn er
durch alle Etappen hindurch seine Sucht akzeptiert hat. Wenn er sich selbst
als süchtig anerkennt und akzeptiert. Vorher ist es nicht möglich.

Bei Dir ankommen heißt, mit weißen Fahnen auf Dich zu gehen,
kapitulieren, das Haupt senken und annehmen, was ist. Ich kann Dir
versichern, es fühlt sich wunderbar an, nicht mehr zu kämpfen.

Ich würde mich freuen zu hören, ob Du den inneren Frieden für Dich gefunden
hast, oder ob Du immer noch kämpfst. Was fällt Dir am schwersten auf dem Weg
zu Dir selbst? Hinterlass mir einen Kommentar oder schreibe mir!

Wenn Du die anderen Etappen nachlesen willst, findest Du die
erste Etappe hier, die zweite Etappe hier und die dritte Etappe hier.

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lösen“, dazu. Es ist sehr wirksam, aber Du musst die Schritte natürlich auch
gehen. 🙂

Bleib immer jetzt, bleib radical now.

Herzlich, Deine Nicole

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