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Irina Maria Garbini: Vermittlerin zwischen den Welten

Irina Maria Garbini

Kann es ein Mensch, der tief in sein Leiden verstrickt ist schaffen, dieses dunkle Tal
seines Inneren zu durchwandern, um am Ende aufzutauchen in seiner höchsten
Kraft, in sein hellstes Licht?

Ich glaube, dass es möglich ist, doch wenn man selbst in der Dunkelheit
festsitzt, ohne Orientierung und Hoffnung, geht einem dieser Glaube zuweilen
abhanden. Deshalb habe ich einen Aufruf gestartet und um echte, durchlebte
Lebensgeschichten gebeten, in denen Menschen durch einen Prozess des
Leidens gegangen sind, um am Ende dieses Leiden zu transformieren in eine
Lebenskraft, die ihnen selbst und auch anderen zu Gute kommt.

Es ist nie zu spät sich für eine glückliche
Kindheit zu entscheiden

Als mich Irina Maria Garbinis Email erreicht, bin ich zunächst von ihrem Namen
beeindruckt. In meinen Ohren klingt er wie der Name einer Schauspielerin aus den
60ger Jahren. Ihre Mail war übertitelt mit : „Es ist nie zu spät sich für eine
glückliche Kindheit zu entscheiden“. Darin beschreibt sie kurz, dass sie in einem
Waisenhaus aufgewachsen wäre und ihre Geschichte gut zu meinem Projekt
passen würde. Wir verabreden ein Skype Gespräch.

Irina wirkt zierlich und trägt eine Pagenfrisur, was sie jung und mädchenhaft
aussehen lässt. Ihr Lachen ist offen und herzlich, trotz einer Erkältung. Sie ist mir
auf Anhieb sympathisch.

Ihr glamouröser Name steht jedoch nicht stellvertretend für ein glamouröses
Leben. Er steht viel eher stellvertretend für eine klare innere Ausrichtung in Stärke
und Liebe, die außergewöhnlich für ein kleines Mädchen, und heute eine reife Frau ist.

Als zweites Kind einer jungen Griechin und eines Italieners, die sich in den 60ger
Jahren in der Schweiz verliebten, hatte sie von vornherein sehr schlechte
Karten für den Start in das Leben mitbekommen.

Der Vater trennte sich von Mutter und Bruder, als diese schwanger mit Irina war.
Die überforderte Mutter wandte sich in ihrem Leid an die Großmutter, die dafür
sorgte, dass die vernachlässigten Kinder in einem Waisenhaus unterkamen.

So wuchs Irina 14 Jahre in diesem Waisenhaus auf, das von strengen katholischen
Nonnen geführt wurde. Ohne Eltern, ohne Wurzeln und ohne je die menschliche
Liebe kennengelernt zu haben. Emotionale und körperliche Missbräuche waren
an der Tagesordnung.

In den letzten Jahren waren die Medien voll von Berichten aus Klöstern und
religiösen Einrichtungen, wie Internaten,  in denen Schutzbefohlenen übel
mitgespielt wurde. Das Ergebnis von rigiden Regeln und einhergehnder
Selbstunterdrückung ist zu oft ausbrechende Gewalt gegen diejenigen, die sich
nicht wehren können.

Doch so schlecht es Irina auch ging, sie spürte schon von Kind an eine immense
Kraft und Freude in sich, die sich in der Liebe zur Musik widerspiegelte.
Immer wenn es den anderen Kindern im Waisenhaus schlecht ging, fing sie an
zu singen. Es wurde still umher und alle beruhigten sich nach und nach. Sie
lauschten Irinas intensivem Gesang in einer Sprache, die niemand verstand und
beruhigten sich, wie alle Kinder sich von liebenden Stimmen beruhigen lassen.

Irina spürte Engel um sich, die ihr Hoffnung gaben und den tiefen Glauben daran
einflüsterten, dass es besser werden würde, eines Tages.

Vom Regen in die Traufe

Mit vierzehn entkam sie dem Waisenhaus, um in einer Familie unterzukommen,
in der es ihr noch schlechter ging. Auch dort blieb sie jahrelang, ertrug ihr
Schicksal und kämpfte um einen Ausbildungsplatz, den ihre Pflegeeltern ihr
verwehren wollten.

Es fiel ihr schwer mit anzusehen, wie die leiblichen Kinder Musik machen durften,
ihr aber alles Schöne verboten wurde. Sie wurde isoliert, durfte nicht mit anderen kommunizieren und wurde emotional und körperlich misshandelt.

Während Irina mir ihre Geschichte erzählt, wirkt sie engagiert und leidenschaftlich,
doch in keinem Moment verbittert oder anklagend. Ich spüre, und staune,
wie diese Frau ihre Verletzlichkeit bewahrt hat, die Frische ihrer Gefühle und
wie die Liebe, die sie antreibt, durch ihr ganzes Wesen strahlt.

Eine Familie, die sie ab und zu Sonntags zu Waisenhauszeiten besucht hatte,
traf Irina zufällig auf der Straße, als es fast zu spät war.
Sie sahen das junge Mädchen von 18 Jahren, das körperlich in einem elenden
Zustand war und holten es nach vielen Kämpfen mit Behörden und Pflegeeltern
zu sich. Es folgte der Zusammenbruch, der immer folgt, wenn Entspannung
in Aussicht ist und sich der Organismus erholen darf.

Dieser Zusammenbruch schließlich, ließ sie zum ersten Mal mit alternativen
Heilmethoden in Berührung kommen, denn Irina war klar: von Psychologen
wollte sie nichts wissen. Es war ein Magnetopath, der sich ihrer annahm und
unter dessen Behandlung es ihr besser ging. Die elektrischen Impulse, die auf
körperlicher Ebene ihre Muster und Blockaden in Schwingung brachten,
ließen das erste Mal Erleichterung in ihrem Organismus zu.

Und nun konnte sie endlich etwas für sich tun: Irina ging auf die Bühne.
In den Jahren als junge Frau eroberte sie die Schweizer Talentshows und
bezauberte die Menschen mit ihrer dunklen, rauchigen und gefühlvollen
Stimme. Doch nach den Auftritten, jedes Mal, wenn der Applaus verstummte,
kamen sie wieder hoch, die Geister der Vergangenheit, die sie quälten und
in ihrer Einsamkeit bestätigten.

Der Tod und Neugeburt

Eine sehr seltene Immunkrankheit, die einen ähnlichen
Verlauf wie MS zeigt, nahm eines Tages von ihr Besitz. Es war, als ob der
dunkle Pol nicht von ihr lassen wollte, und immer noch mehr Hingabe
von ihr forderte. Die Schulmedizin reiht diese Krankheit unter „unheilbar“
ein. Das war der Zeitpunkt, an dem Irina einverstanden war mit dem Tod.
Denn sie glaubte zu sterben und der Tag kam als sie es akzeptierte.

War es, weil wahrhaftiges Loslassen in eine offene Weite führt, die ein
Fingerzeig in die Grenzenlosigkeit allen Seins bedeutet? Oder war es, weil
Irina durch all den erlittenen Schmerz und die fehlende Liebe, in ihrem
Inneren so transparent geworden war, dass die Nichtanhaftung an grobe
Körperlichkeit, sie das Tor zur feinstofflichen Ebene, passieren ließ?

Es geschah jedenfalls etwas vollkommen anderes, als sie erwartet hatte.
Es war nicht der Tod, der sie heimsuchte, es waren Worte, Botschaften,
und Klänge, die sie erreichten, die auf einmal durch sie sprachen.

Sie begann mit ihrem Körper zu arbeiten. Mit ihm zu sprechen. Sie bekam
Anleitungen für Affirmationen zur Selbstheilung. Irina beschäftigte
sich verstärkt mit dem Channeling und kam in Berührung mit den
Werkzeugen, die in diesem Bereich zur Verfügung stehen.

Zwei Jahre später konnte ein rennomierter Schweizer Neurologe kein
Anzeichen der Krankheit mehr erkennen. Überraschend für sie, riet ihr
dieser Neurologe weiter mit dem Geist (Mind) zu arbeiten.

Diese Beschäftigung mit ihrem Körper, mit ihrem Geist, ließ alle Ängste
und Traumata in ihr nochmals auferstehen. Sie durchlebte Phasen von
Ohn(e)Macht und Phasen großer innerer Macht.

Der Durchbruch sollte in Gestalt eines hohen spirituellen Lehrers folgen,
dem sie sich anschloss. Frank Alper (USA) gab sein Wissen an sie weiter und
unterstütze sie, Muster der Vergangenheit zu transformieren und in die volle
Kraft ihrer Fähigkeiten und Potenziale zu kommen. Das brachte letztendlich
ihr Licht zum Leuchten. Das Licht, das schon die ganze Zeit in der Dunkelheit
auf sie wartete.

Er half ihr das Verständnis dafür zu freizulegen, warum ihre Vergangenheit
so war wie sie war. Sie erkannte, dass es keine Bestrafung war, sondern
die Offenbarung der Polaritäten, Dunkelheit und Licht, Schmerz und Freude,
die ihr die Wahlmöglichkeit ließen, welches Leben sie jetzt führen wollte.
Und sie erkannte gleichzeitig, dass sie von ihrer Seele geschult wurde, das Gesetz
der Polaritäten kennenzulernen und zu nutzen.

Dass war und ist der spirituelle Prozess ihres menschlichen Daseins und dient ihr
als ein wesentlicher Teil ihrer heutigen spiritueller Arbeit.
Die Entdeckung ihrer Persönlichkeit ließ es zu, aus der Entschlossenheit und
Freude heraus zu wachsen und die Vergangenheit Schritt für Schritt in Frieden
zu verabschieden.

Was ist das Gegenteil von Angst?

Irinas größtes Thema war stets die Angst. Ich fragte sie, was ihrer Meinung
nach das Gegenteil von Angst sei. Sie sagte:

Liebe in einer neutralen Form. Es ist die Liebe meines Herzens, mit der ich
mich immer verbinden kann und die nicht an Bedingungen geknüpft ist. Sie ist
frei von jeglicher Be-oder Verurteilung gegenüber mir selbst und meinen
Schatten- oder anderen Menschen.

Das bedeutet nicht, dass ich keine Fehler mehr mache oder dass ich akzeptiere
was andere mir angetan haben. Das wäre Liebe in Aufopferung. Im Gegenteil,
diese reine Liebe befähigt mich, anzuerkennen, den anderen zu ehren, zu lassen
und meinen Weg zu gehen.

Sie stärkt mich und unterstützt mich ganz für mich einzustehen, und bringt
mir ins Bewusstsein, wer ich wirklich bin und das ich das Recht habe frei zu
wählen. ( Auch zwischen den Polaritäten z.B. Angst und Liebe). Ohne die Angst
zu ignorieren, sondern dem Aspekt der Angst mit Liebe und Mitgefühl zu
begegnen, denn so kann es sich verändern -und unterstützt auch, um anderen
Personen ohne Wertung die Verantwortung für ihr Handeln zurückzugeben.

Eine weitere Realität ist es, dass diese reinste Form von Liebe unseres Herzens,
die stärkste Heilkraft und die schöpferische Kreativität ist, die totale
Transformation und Frieden in vergangene schmerzvolle Erfahrungen bringen
kann. Statt andere für unser Leben verantwortlich zu machen oder die Verantwortung  anderer zu übernehmen, werden wir Meister unserer Eigenverantwortung.

Wir beginnen anzuerkennen, das wir der Schöpfer unserer eigenen Realität
sind und wir fangen an frei zu denken und frei zu werden. Das ermöglicht es
uns immer mehr zu uns selbst zu kommen und unsere ureigene Wahrheit mit Mut,
mit dem Vertrauen zu uns selbst zu stärken und zu leben.

Heute arbeitet Irina selbst als spirituelle Lehrerin und Heilerin. Sie vermittelt
zwischen der geistigen und irdischen Ebene, um einerseits gespeicherte Muster
der Vergangenheit an der Wurzel in der Verbindung mit der Seele  und dem
Seelenplan zu heilen und andererseits das Potenzial, das der Mensch in sich trägt
zu wecken, den Menschen zu motivieren, dass es sich lohnt hier zu sein auf der Erde.

Das geht über Gespräche aber auch über Energiefelder, die im Körper sind, oder
Muster, die verhaftet sind in den Zellen, um diese zu transformieren.

Und natürlich benutzt sie den Klang, über ihre Stimme. Zum Teil arbeitet sie ganz
spielerisch in der Matrix, mit Quantenfeldern. Ihr Hauptthema aber ist es, die
Verbindung der Seele mit der Persönlichkeit herzustellen. Damit die Person in einer Partnerschaft, mit der Seele bewusst hier weiter gehen kann.

Was rät sie Menschen, die noch immer gefangen sind in ihrem Leiden, die einen
ersten Schritt hinaus wagen wollen, aber nicht wissen, was sie tun können?

Es muss verstanden und akzeptiert werden, dass wir ja alle als Kind keine Wahl hatten,
aber heute sind wir erwachsen geworden und wir haben eine Wahl. Und wir können
heute anerkennen, das auch die Erwachsenen: Eltern Lehrer ect. Fehler gemacht
haben und dass sie nicht der „Gott und die Göttin“ sind, die wir als Kind in ihnen sahen.

Denn wir alle strengten uns an, um nicht abgelehnt zu werden. Und wir waren einfach
nicht gut genug um einfach geliebt zu werden. Alle haben das erlebt, die einen weniger
und andere ganz ausgeprägt. Das geht weit zurück in unserer Ahnengeschichte.

Daraus entstanden viele schlimmen Leidens-Szenarien und Leidensbereitschaft die
bis in die heutige Zeit hineinreichen. Nun ist es Zeit es zu beenden und eine neue
Geschichte zu schreiben und unseren Zellen und unserem Lebensausdruck ein neues
Design zu geben.

„Entscheide Dich das Drama zu beenden und fang an in Dich zu horchen“.
Der erste Schritt ist der Schritt zu Dir selbst und der Bereitschaft, wirkliche Veränderungen
in Dir und im Leben haben zu wollen . Dadurch können sich Tore öffnen, die Dir exakt die Menschen und Werkzeuge bringen, die Dich wohlwollend auf deinem Weg zu Dir selbst unterstützen,

Wir alle haben dieses strahlende Licht in uns mit dem wir immer in Kontakt
treten können, Niemand wurde ausgelassen. Wir alle haben die Möglichkeit
ein freudvolles Dasein auf der Erde zu erschaffen. Auch Du !
Das ist Dein Grundrecht.

Wir sind das Licht des Universums und die Gnade der Erde!
In der Verbundenheit mit allem was ist bewegen wir uns vorwärts!
Irina Maria Garbini

Wenn Du Dich für ihre Arbeit interessierst, bekommst Du hier mehr Informationen: www.garbini.info

Irina Maria Garbini

 

Musikalisch kannst Du sie mit ihrem Mann hier erleben:

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