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Blockaden lösen mit Bodo Deletz: warum es oftmals so schwierig ist

Blockaden lösen

Vielleicht kennst Du es, dass Du schon jahrelang an Dir arbeitest, Dich im Blockaden lösen versuchst und auch Deine Muster nach und nach zu entflechten, aber es will einfach nicht voran gehen. Kürzlich stolperte ich über ein Video von Bodo Deletz. Als Autor der Ella Kensington Reihe mit über einer Million verkaufter Bücher und 30.000 Seminarteilnehmern gehört Bodo Deletz seit 30 Jahren zu den erfolgreichsten Trainern Deutschlands. Ich schreibe hier über seine überraschende Ansicht, warum alte Muster sich manchmal so hartnäckig halten.

Blockaden lösen nicht auf der mentalen Ebene

Wenn Du schon lange im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung bist und wirklich viel an Dir gearbeitet hast, dann gibt es sicher immer wieder Punkte, an denen Du nicht weiter kommst.
Du arbeitest jahrelang, vielleicht jahrzehntelang an den gleichen Dingen, hoffst immer wieder, dass es jetzt geklappt hat und fällst trotzdem immer wieder in die alten Muster.

Dafür gibt es einen Grund und diesen Grund zu kennen, kann sehr befreiend sein und Dir auch eine Richtung deuten, in die Du gehen kannst.

Der Grund liegt darin, dass die Ursache unserer emotionalen Probleme nicht auf der mentalen Ebene zu beheben ist. Es gibt noch eine andere Ebene, die in puncto unsere Gefühle, sehr viel bedeutender ist.

Von Kindheit an konditioniert

Es ist die Ebene der Konditionierungen. Hier ein Beispiel:

Wenn Du als Kind, weil Du traurig warst, oder Dir weh getan hattest, wiederholt mehr Zuneigung von Deinen Eltern erhalten hast, dann verbindet sich das Gefühl der Liebe mit dem Gefühl von Leid. In unserem Gehirn gibt es ein zweites Gedächtnis, das limbische System. Dort werden aber keine Erinnerungen abgespeichert sondern emotionale Kopplungen.

Etwas, das wiederholt in Deinem Leben gleichzeitig passiert, wird dort gekoppelt. In diesem Beispiel also geschieht die Kopplung von Liebe und Leid. Du warst traurig als Kind oder hast Dir weh getan und immer in diesen leidvollen Momenten hast Du mehr Zuwendung von Deinen Eltern erhalten.

Die Kopplung von Liebe und Leid

Es kann dann im weiteren Verlauf des Lebens passieren, dass wir Leid suchen. Der Grund ist jener, dass wir in dem Moment, wo wir Leid empfinden auch gleichzeitig
Liebe spüren. Liebe ist uns wichtiger als Leid. So kann es dazu kommen, dass wir uns zum Beispiel in der partnerschaftlichen Liebe einen Partner aussuchen,
bei dem wir ein gewisses Leidpotenzial erleben.

Oder es gibt Menschen, die wurden in ihrer Kindheit von ihren Eltern stark
dominiert. Ihr eigener Wille wurde unterdrückt. Immer, wenn sie etwas Eigenes wollten, wurden sie entsprechend abgelehnt und immer, wenn sie gemacht haben, was man ihnen gesagt hat, bekamen sie mehr Zuneigung. Dadurch wird man als Kind konditioniert.

Unser emotionales Gedächtnis

In diesem emotionalen Gedächtnis entsteht also eine Kopplung. Das kann dafür sorgen, dass man dann später bei der Partnerwahl immer nach einem Partner sucht, der einen dominiert. Die anderen interessieren einen gar nicht. In andere kann man sich nicht wirklich verlieben, weil die Liebe in der Kindheit an die Dominanz gekoppelt wurde. Wenn keine Dominanz da ist, kann man die Liebe auch nicht empfinden. Das heißt, man sucht sich auf dieser Basis immer einen Partner, der einen dominiert, weil man dann die Möglichkeit hat, sich zu verlieben.

Jetzt sagt unser Verstand natürlich, dass wir mit so Jemandem nicht wirklich eine glückliche Beziehung führen können. Das sagen uns dann auch alle Freunde.Wir suchen uns daraufhin vielleicht auch mal einen anständigen Mann oder eine freundliche Frau, die uns nicht die ganze Zeit kritisiert und nieder macht. Rein mental fühlt es sich auch richtig an, das zu tun, aber die Verliebtheit will sich trotzdem nicht so recht einstellen. Also beendet man die Beziehung wieder und verliebt sich in jemanden, der einen unterdrückt und dominiert, weil das Liebesgefühl an Dominanz gekoppelt ist.

Liebe und Angst

So sind in unserem Emotionalgehirn viele Emotionen miteinander gekoppelt. Zum Beispiel Liebe an Angst. Wenn Du bei einem bestimmten Partner, vielleicht war es Dein erster Partner, immer wieder Angst hattest, er könnte Dich verlassen, hintergehen oder fallen lassen, gleichzeitig aber die Liebe gespürt hast, Du also wiederholt Liebe und Angst gleichzeitig gespürt hast, wird das wieder im Emotionalgedächtnis gekoppelt.

Das sorgt dafür, dass Du auch später im Leben nach Partnern Ausschau hältst, die Dir gefährlich werden können. Das heißt Menschen, die Dir Angst machen, dass sie Dich verlassen können. Du suchst Dir also zielgerichtet, genau die Partner aus, bei denen es eine große Gefahr gibt, dass sie Dich betrügen, oder auch sonst aus irgendeinem Grund fallen lassen.

Diese Partner sind interessant, weil Du mit ihnen Liebe fühlen kannst, wenn Du gleichzeitig die Angst fühlst. Das geschieht, wenn Angst und Liebe gekoppelt sind. Das sind Mechanismen, die nichts mit unserem Denken zu tun haben. Sie finden im Limbischen System unseres Gehirns statt, dem Zentrum der emotionalen Intelligenz.

Hast Du ein Problem mit Geld?

Wir wissen mittlerweile aus der Gehirnforschung, dass unsere Großhirnrinde, die unsere verstandesbetonten, intellektuellen, auch intuitiven Regungen steuert, keine direkte Verbindung zum Emotionalgedächtnis hat.
Das bedeutet, an das, was dort konditioniert ist, kommst Du einfach nicht heran.

Nehmen wir zum Beispiel das Problem mit Geld, das haben ganz viele Menschen:
Viele Menschen verbinden mit dem Wunsch nach mehr Geld mehr Weite, das heißt mehr Freiheit, mehr Schönheit, mehr Licht. Sie verbinden mit dem Wunsch nach Geld mehr Leichtigkeit also ein leichteres Leben und auch ein lebendigeres Leben.

Doch der Wunsch schafft nicht unsere Realität, er erschafft nicht unsere Realitätserfahrung und auch nicht unsere Gefühle. Wenn man jemanden fragt : Was empfindest Du denn tatsächlich, wenn Du an Deine jetzige, aktuelle finanzielle Situation denkst und an Deine Zukunft? Empfindest Du dann Sicherheit, wenn es um Deine Existenzsicherung geht, oder Unsicherheit?

Was hast Du wirklich mit Geld gekoppelt? Einengung oder Weite? Also Freiheit oder bist Du mit allen möglichen alltäglichen Notwendigkeiten gezwungen morgens auf eine Arbeit zu gehen, die Du nicht gerne machst, Dir Dinge zu verkneifen, die Du Dir gerne leisten möchtest?

Es kann sein, dass Du mit Deinem jetzigen Status quo in Bezug auf Geld eine schwere Energie verbindest. Also eine schwere Emotion, eine dunkle, eine enge, eine leblose und ängstliche.
Wenn das der Fall ist, dann gestaltet das Deine Alltagserfahrung und auch Deine Emotionen.

Das Emotionalgehirn ist ausschlaggebend

Du kannst so viele Glaubenssätze wie Du willst in eine positive Richtung verändern, doch wenn in Deinem Emotionalgehirn eine Kopplung von Geld an Mangel herrscht, von Geld an Machtlosigkeit, von Liebe an Angst, oder von Freude an Angst, dann kommst Du mit Deinem normalen Denken da nicht heran auch nicht mit konventionellen Coachingmethoden.

Und das ist der Grund, warum ganz viele Menschen von Seminar zu Seminar gehen, immer wieder an den gleichen Themen arbeiten und sich nichts ändert. Weil die normalen Coachingmethoden nicht an das Emotionalgedächtnis herankommen.

Es gibt einige wenige Methoden, mit denen das möglich ist, und wenn man weiß, dass es eine andere Ebene gibt, dann ist es einfach sinnvoll diese Methoden anzuwenden. Das ist sinnvoller als auf der mentalen Ebene Glaubenssätze oder Ängste zu verändern, wenn das eigentliche Problem viel, viel tiefer sitzt.

Allein das Wissen kann befreiend sein

Das Wissen darüber allein befreit schon viele Menschen von der Selbstverurteilung, die sich einstellt, wenn man es immer noch nicht geschafft hat. Man geht auf noch ein Seminar und liest noch ein Buch und macht noch ein Coaching aber man bekommt es einfach nicht hin.
Dann fängt man an sich zu verurteilen, sich als Versager zu beurteilen, sich immer tiefer runter zu ziehen und Selbstwertprobleme zu bekommen. Dabei versucht man nur die ganze Zeit etwas, das nicht möglich ist.

Es ist natürlich möglich, auf der emotionalen Ebene zu arbeiten und an dieser Stelle anzusetzen. Das geschieht in Bodo Deletz Akademie. Doch es ist eben nicht möglich, das direkt zu machen. Wir brauchen Vorbereitung. Es gibt keine einzige Coachingmethode, mit der man das machen kann, mit der man direkt auf der emotionalen Ebene große Veränderungen erarbeiten kann.

Wir werden konditioniert bevor wir denken können

Der Grund dafür ist: Wir werden in unserer Kindheit konditioniert bevor wir überhaupt denken können. Das heißt, als kleine Kinder zum Beispiel bekommen wir schon Zuneigung von unseren Eltern, da können wir noch gar nicht sprechen. Wir werden für viele Dinge gelobt, weil wir schon so toll laufen könne oder so schön lächeln. Dafür erhalten wir mehr Liebe.

Das wird ganz schnell gekoppelt. Später baut dann unser Großhirndenken darauf auf, nämlich diese Liebe immer wieder haben zu wollen. Wenn wir nun immer wieder Liebe bekommen haben, weil wir etwas toll gemacht haben, dann wurde das im Emotionalgedächtnis gekoppelt und dann fangen wir an zu überlegen, wie wir ständig irgendetwas tolles machen können.

Erst die mentale Ebene bereinigen

So entstehen daraufhin alle möglichen Glaubenssätze und Motivationen und Erfahrungen dazu, die wir auch alle bearbeiten können, nur der Schlüsselpunkt ist: im Kern dieser ganzen Geschichte, steht diese Kopplung im Emotionalgedächtnis.

Wenn wir die jetzt verändern, dann passen plötzlich alle Gedanken, die wir danach darauf aufgebaut haben, also Glaubenssätze, die wir angenommen haben alle Motivationen, die wir angenommen haben, nicht mehr zusammen. Deswegen lässt unser Gehirn das nicht zu, denn wir hätten dann eine starke Diskrepanz zwischen dem Gefühl, also der emotionalen Ebene und unserem Denken.

Und wenn Denken und Fühlen sich überhaupt nicht mehr miteinander vertragen, dann kriegen wir einen Identitätskonflikt, das will unser Gehirn natürlich vermeiden.
Auf der emotionalen Ebene kannst Du deswegen erst arbeiten, wenn Du auf der mentalen Ebene schon sehr viel bereinigt hast, so dass dort bereits alles soweit im Einklang ist und dann kannst Du an den Kern, an den tieferliegenden Kern der Dinge herankommen.

Alleine das zu wissen, ist, wie gesagt, schon für viele Menschen eine große Erleichterung, weil sie dann mit der Selbstverurteilung aufhören. Sie wissen, sie haben etwas versucht, was einfach gar nicht möglich war. In diesem Sinne, wünsche ich Dir viel Erfolg auf Deinem Weg und hoffe, dass Dir das vielleicht ein bisschen geholfen hat mit Dir etwas liebevoller und netter umzugehen.


Blockaden lösen_Bodo Deletz
Bodo Deletz bietet sein Selfcoaching-Konzept in seiner Akademie an. Wenn Du Dich dafür interessierst, erhältst Du hier weitere Informationen:
www.bodo-deletz-akademie.de

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