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10 Lebensfragen an Elias Fischer vom Lebe Blog


Ich will immer tiefer unter die Oberfläche der Dinge tauchen, in mich
einsinken, um zu erforschen, was mich daran hindert, ein lebendiges Leben
zu führen. Ein intensives Leben, voller Nähe und Vertrauen zu mir selbst und
anderen Menschen. Ich will echte Begegnungen von Mensch zu Mensch und
nicht von Rolle zu Rolle.

Ich will Neues begrüßen und Altes verabschieden mit der Angst vor dem
Unbekannten und mit der Trauer um Vergangenes, ohne sie abspalten zu müssen
von mir selbst, weil ich diese Gefühle nicht ertrage. Und ich glaube, dass auch
Du das willst. Ein erfülltes Leben, ein lebendiges, feuriges, augeschöpftes Leben.

Immer mehr Menschen stellen sich die Fagen danach, wie das möglich ist.
Es sind bereits viele, die nicht mehr nur funktionieren möchten und
einem vorgefertigten Lebensplan folgen wollen, von der Schule bis zur Rente.

Und es gibt immer mehr Menschen, die solche Leben führen, die frei sind von
Konventionen und voller Mut zum eigenen Sein und Lebenslust.

Ich habe Elias Fischer, Selbstverwirklichungslehrer und Autor des  Lebe Blog
10 Lebensfragen gestellt, die Dir helfen können Deine Perspektive zu wechseln,
Deinen Blick zu weiten und Deinem Herzen eine Chance zu geben Dich
anzuführen, durch ein spannendes, selbst verwirklichtes Leben:

1. Mit welchen Problemen haben Menschen in der heutigen Zeit am meisten zu kämpfen?

Erstens zu wissen, was sie wirklich wollen, und zweitens, den Mut und die Disziplin zu haben, sich vollständig für ihre Träume einzusetzen.

2. Was bedeutet Selbstverwirklichung eigentlich, und wie trägt sie zu einem gelingenden Leben bei?

Das Wort „Selbstverwirklichung“ besagt, dass sich das „Selbst“ verwirklicht. So ist erst mal ein Prozess der Selbsterkenntnis notwendig, um zu erfahren, wer man selbst in Wahrheit ist. Geschieht das nicht, wäre es „Egoverwirklichung“, weil viele Menschen sehr stark mit ihrem gedanklichen Selbstbild identifiziert sind – das sie natürlich in Wahrheit nicht sind.

Es gibt jedoch zwei Eigenschaften, an denen wir von außen erkennen können, ob ein Mensch sich selbst verwirklicht oder nicht: Freude und Einfachheit. Es ist die pure Schaffensfreude, die an kein Ergebnis gebunden ist und sich an dem erfreut, was im aktuellen Moment ist.

Die Einfachheit kommt, wenn wir ein Kriterium der Selbstverwirklichung umsetzen, nämlich „dem Herz folgen“. Die Dinge des Lebens fügen sich von selbst, während wir unseren Verstand nur noch für die Umsetzung brauchen. Ansonsten darf er sich zurücklehnen.

3. Wie geht man am besten mit Blockaden, also Widerständen und Ängsten um?

Sich dessen bewusst werden, das Gefühl durchfühlen, ohne darüber nachzudenken. Sich Zeit und Raum dafür geben. Achtsam mit sich umgehen. Und dann, wenn man sich bereit dafür fühlt, sich in kleinen Schritten an die Umsetzung machen.

4. Auf welche Ängste sollte ich hören, welche sind alte Muster, die mich abhalten, Neues zu wagen?

Dies kannst du nur durch dein Bewusstsein selbst erfahren. Je mehr du die Aufmerksamkeit auf dich lenkst, desto mehr wirst du über dich erfahren (Selbsterkenntnis). Du wirst mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln, wann du handeln solltest und wann nicht.

Wenn ein Bär vor dir steht, besteht eine unmittelbare Gefahr und du weißt, dass du da nicht weitergehen solltest. Solange es in deinem Leben keine unmittelbare Gefahr gibt: Go for it. Muster erkennst du daran, dass sie immer wieder kommen und dich in deiner Entfaltung blockieren.

Wenn du das erkennst, kannst du beginnen, etwas anders zu machen; das Muster Stück für Stück auszuhebeln.

5. Wie komme ich in Kontakt zu mir selbst? Wie kann ich meine Gefühle besser wahrnehmen?

Durch Stille, Alleinsein und Meditation. Das Ziel sollte sein, weniger zu denken und mehr zu fühlen. Dich auch nicht mit deinen Gefühlen zu identifizieren. Sie kommen, und sie gehen. Schenke allen Gefühlen gleich viel Aufmerksamkeit und freue dich über alle: Wut, Trauer, Angst, Scham, und Freude. Immer wenn ein Gefühl sehr stark ist, nehme dir eine kurze Auszeit und durchfühle es. Das ist Selbstheilung.

6. Ich komme mit Meditation nicht klar, still sitzen ist nichts für mich, gibt es noch andere Möglichkeiten?

Vielleicht beginnst du erst mal mit Yoga, wo du deine Aufmerksamkeit auf den Körper lenkst. Langfristig ist mir jedoch nichts mit Meditation Vergleichbares bekannt. Wie du sitzt, ist egal. Du kannst auch vorher Sport machen und deinem Körper geben, was er braucht, um dich dann in die Stille zu begeben.

7. Wie weiß ich, wann mein Herz spricht und wann mein konditionierter Verstand?

Wenn dein Herz spricht, ist die Sprache sehr einfach. Und es gibt keinen Grund. Das Herz agiert grundlos. Du kannst die Sprache deiner Intuition also nicht rational erklären. Der Verstand will immer etwas machen, um etwas zu erreichen.

Die Intuition ist also das Gefühl für das Richtige. Es ist mehr im Körper. Deswegen ist der Kontakt zum Körper so wichtig. Auch er sollte unsere Aufmerksamkeit erhalten, damit wir wahrnehmen können, wohin es uns zieht.

Lässt du eine Idee deines konditionierten Verstandes tiefer in dich sinken und du meditierst darauf, wirst du selbst die Unwahrheit darin entlarven können. Das gilt nicht für alle Gedanken. Die Intuition spricht für Gefühle, Gedanken, Geistesblitze, Eingebungen und Körperempfindungen.

8. Wie komme ich vom Denken ins Tun?

Stop thinking und just do it. Es kann auch helfen, sich zu verdeutlichen, wo man im Leben steht und wo man hin will.

9. Wie entfessele ich meine Lebenskraft?

Diese ist normalerweise immer vorhanden. Wir unterdrücken sie mit all den Blockaden nur und halten sie zurück. Um aus dieser Situation wieder in die Gänge zu kommen, funktionieren bioenergetische Körperübungen sehr gut. Ich habe sie im zweiten Buch beschrieben.

Sie versorgen den Körper mit Energie, dabei brechen Blockaden im Körper aus und es kann mehr Energie fließen. Es muss immer alles Fluss bleiben. Das ist Gesundheit. Sport ist auch gut. Jedoch ist der nicht mit den Übungen vergleichbar, weil die Übungen eben nur auf eines abzielen: Energie tanken.

Kampfsport kann helfen, um sich mit der männlichen Energie zu verbinden, den Krieger in sich zu wecken (jeder hat einen), um damit den Mut und die Disziplin zu haben, Projekte anzugehen und abzuschließen.

10. Wie finde ich meine Lebensaufgabe, gibt es sowas überhaupt für jeden?

Ja, gibt es. Jeder hat seine Werte, deine Talente und Interessen, seine Art, die Dinge zu machen. Daraus lässt sich für jeden etwas basteln. Man muss kreativ sein, auf die Zeichen von außen achten und ihnen folgen. Die eigene Lebensaufgabe ist etwas, das zu 50% zu uns kommt und die anderen 50% müssen wir selbst dazudichten. Dies machen wir alles in den Workshops.

Danke Elias, für Deine Antworten!

Elias Fischer ist Selbstverwirklichungs-Lehrer und Autor des Lebe Blogs.
Seine Leidenschaft ist es, Menschen darin zu unterstützen, sich selbst zu finden,
sich selbst zu entfalten und dabei ein Leben zu erschaffen, das sie wirklich lieben.

Er nennt diesen Prozess „Selbstverwirklichung“. Wir verbinden uns dabei mit dem,
was sich für uns richtig, sinnvoll und erfüllend anfühlt. Es ist die Stimme des
Herzens bzw. das „Bauchgefühl“, das uns intuitiv den Weg weist.

Danach geht es darum, den nächsten Schritt der Entwicklung zu erkennen und die
Blockaden zu überwinden, die bei der Umsetzung der Herzenswünsche auftreten.

Als Lehrer für Selbstverwirklichung gibt er seine Arbeit in Form von Vorträgen,
Workshops, Fortbildungen, Intensiv-Retreats, Abenteuerrreisen, Coachings,
Onlinekursen und seiner Tätigkeit als Autor weiter.

unter www.lebeblog.de findst Du weitere Informationen zu ihm und seiner Arbeit.

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Ich freue mich wie immer über Austausch in den Kommentaren.
Ich wünsche Dir viel Herzblut, Mut und Ausdauer, bei Deiner Selbstverwirklichung!

Deine Nicole

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