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Deine Welt als Echo auf Dich selbst


In mir herrschte immer Chaos. Meine innere Einrichtung war zusammengewürfelt aus Meinungen anderer Leute über mich und undeutlichen eigenen Impulsen.

Ich nahm alle anderen Menschen wichtiger, als das leise Gefühl für mich selbst, das sich hin und wieder regte, wenn ich mit mir allein war. Wenn ich Bücher las, vor mich hinsummte, mich davon träumte oder meine Gedanken in Tagebücher schrieb, die alle irgendwann gelesen wurden, um wieder als Verurteilungen auf mich einzuprasseln…

Ich wollte ihnen entsprechen, ich wollte alles richtig machen, ich wollte gesehen werden, anerkannt, geliebt. Dafür tat ich so Einiges. Ich genoss die Genugtuung, wenn ich es mal erreichte und zum Beispiel mein Vater mir durch die Haare strich
und mich liebevoll  ansah, weil ich etwas Kluges gesagt hatte oder irgendwas getan,
was ihm gefiel…

Wenn ich jetzt, in diesem Moment, meine Finger über die Tastatur gleiten lasse, während die Gedanken in jene Zeit zurückfahren, dann weiß ich, dass alles, was mir widerfahren ist, jeder Schmerz, jede Melancholie, jede Sehnsucht, eine direkte Antwort darauf war, wie ich mich selbst wahrgenommen habe und was ich über die Welt dachte.

Jeder Schmerz ist eine Antwort auf Deine Selbstwahrnehmung

„Sei bescheiden! Dräng Dich nicht so in den Vordergrund! Du kannst doch nicht nur an Dich denken! Was sollen denn die Anderen sagen? Trag die Nase nicht zu hoch! Zu viel Lob macht eingebildet!“

Diese Sätze kennt womöglich jeder. Ich kannte schon mit sechs Jahren die Bedeutung des Wortes „Egoist“. Und ich wollte auf keinen Fall so jemand werden!

Wir wissen oft nicht zu unterscheiden, welche Gedanken uns eingepflanzt wurden und welche wirklich aus uns selbst heraus entstehen. Aus einem unbelasteten Feld
der Offenheit und Inspiration.

Erst viele Jahre später, begann meine Selbstentdeckung. Als das Gefühl der Sehnsucht nach mir unüberhörbar wurde. Als ich es leid war, nach der Klarheit, die ich ersehnte, im Außen zu suchen, bei den Anderen und deren Lebensmodellen. Als mir klar wurde, dass ich niemals ein anderes Lebensmodell würde leben können, als mein eigenes!

Ich erkannte, dass niemand über mich zu bestimmen hat, dass ich es bin, die zu mir selbst stehen muss!

Wen lässt du über Dich bestimmen?

Wenn ich in mir anwesend bin und mich nicht wegziehen lasse durch Fremdenergien, wird die Tür nur jenen Menschen geöffnet, mit denen ich in Resonanz bin. Wo „es passt“. Alle anderen haben dann nichts mehr zu suchen bei mir und das spüren sie mittlerweile sehr deutlich.

Je mehr ich mich in meinen Räumen einrichte, wie es mir gefällt, mit Möbeln und Gegenständen, die mir absolut und kompromisslos gefallen, je mehr spiegeln mich diese Räume wieder. Ich ziehe bei mir ein und gestalte meine inneren Wände. In diesem Moment erlaube ich mir, dass mich keine andere Meinung, außer meine eigene, interessiert.

Ich erlaube mir, mich selbst als höchste Autorität meines Lebens zu begreifen. Diese Erlaubnis ist die wahre Magie des Lebens. Sie erfordert Mut. Sie erfordert den Mut, all die Glaubenssätze, die in uns verankert sind, die andere dort hinein gepflanzt haben, vertrocknen zu lassen. Sie nicht mehr zu beachten, sie nicht mehr mit Aufmerksamkeit zu bewässern.

Unter ihnen sind Sätze, die wir zutiefst für wirklich halten. „Wenn ich das mache, werden sie mich verlassen, werde ich für immer allein bleiben, wird meine ganze Welt zusammenbrechen, werde ich nicht überleben können…“

Deine Glaubenssätze fallen zu lassen, heißt sterben und wiederauferstehen als Dein freies Selbst

Es kommt der Tag, an dem wir die Macht dieser Sätze in ihrem vollen Ausmaß begreifen. Wenn wir mittendrin stehen und ihren Klammergriff spüren, wie ein klebriges Netz, dass uns umspannt. Dann verstehen wir, dass es einem Sterbeprozess gleicht, es nicht mehr zu übersehen und dem, was darunter wirkt, wirklich Raum zu schenken. Dann erst wirst Du wiederauferstehen als Du selbst in einer Form, die Du vorher nicht für möglich gehalten hast.

Der Moment, indem wir begreifen, dass das Leben einzig dazu da ist uns selbst zu entdecken, in uns den Platz einzunehmen, der alles erfüllt, in dem Moment verändert sich die Welt. Dann bist Du eben nicht mehr allein und wirst es nie mehr sein.

Was das bedeutet? Du bist zu Hause. Du bist in Dir angekommen. Du lässt Dich selbst gelten, Du lässt Dich zu, wie Du bist. Du lässt das Leben durch Dich fließen und es fühlt sich nicht mehr fremd an, das Leben an sich. Es fühlt sich nah an, es fühlt sich als Du.

Die Macht, die uns Menschen gegeben ist, heißt Bewusstheit. Bewusstheit bringt Licht in jeden Winkel unserer unbewohnten Räume. Wir ziehen in sie ein, um sie vollständig zu bewohnen.
Je mehr wir unser inneres Reich einnehmen, um so tiefer dringen wir in das Mysterium des Lebens vor.

Stimme mit Dir überein

Ich lasse mich vollständig gelten. Ich erlaube mir in aller Konsequenz nur noch die Dinge mit meiner Aufmerksamkeit zu wässern, die mir vollkommen entsprechen.

Dadurch verändert sich mein Leben, ich erlebe die Auswirkungen meiner bewussten Entscheidungen. Ich erkenne mich in der Welt, die durch mich entsteht.
Sie unterscheidet sich nicht mehr von mir. Bewusstheit für meine Handlungen und deren Hintergründe bringen mir mein Leben nah.

Wenn Du vollkommen mit Dir übereinstimmst, wirst Du im Außen nichts mehr entdecken, was nicht als Du selbst, als dieses Leben, erscheint. Die hauchdünne Membran, zwischen Deinem Inneren und Deinem Äußeren, wird sich auflösen und übrig bleibt ein einziges Erleben dessen, was sich zeigt. Das ist Seligkeit in Form Deiner Anwesenheit in Allem, was sichtbar wird als Du.

Was Dir erscheint, ist ein Echo auf Dich selbst. Du sendest und empfängst ununterbrochen, als eine Frequenz, ein Grundton, ein Klang. Dieses Senden und Empfangen lässt Dich das Leben als Kontinuum wahrnehmen, als Lebensstrom, der als die scheinbare Folge eines Momentes auf den anderen fließt.

Du bist der Zugang zur Magie des Lebens

Zwischen Dir als lebendiger Form und dem formlosen Leben besteht kein Unterschied. Betretbar wird dieser Erfahrungsraum durch Dich, wenn Du Dich als endlos wiederkäuender Glaubenssatz – Träger vollkommen fallen lässt und damit als direkt fühlendes Wesen vollständig zulässt.

Du bist der einzige Zugang durch den die unaussprechliche Magie des Lebens erfahrbar wird, durch den sich das unermessliche Leben selbst, erfahren kann.

Jede Begegnung mit der Unsichtbarkeit für mich selbst, durch jeden erfahrenen Schmerz, ist ein Hinweis, mich endlich zu mir zu bekennen, als die einzige Instanz des Lebens, die meine Hingabe erfordert. Ich betrachte mich nicht mehr als Mensch, der dazu da ist anderen Menschen gerecht zu werden. Ich betrachte mich nicht mehr als Erfüllungsgehilfin fremder Träume.

Ich betrachte mich als lebendiger Ausdruck des Lebens, der sich erfüllen und ergießen will als Lebenswille, welcher sich an der einzigartigen Form seiner inneren Windungen erfreut.
Auf diese Weise betrachte ich alles Leben um mich herum.
Und es strahlt auf mich zurück als Liebe, als Freiheit, als grenzenlose Nähe zu mir
selbst und allem Lebendigen.

Wenn Du auch einen Ruf in Dir spürst, eine Sehnsucht danach herauszufinden,
was es heißt, wirklich in Übereinstimmung mit sich selbst zu leben, wenn Du einen
echten Geschmack 
für Dich bekommen willst, dann lass uns reden!

Wenn es Dir zum Beispiel schwer fällt, zwischen Deinen eigenen Bedürfnissen und denen anderer Menschen  zu unterscheiden, Du unklar bist und Dich ständig von
dem abbringen lässt, was Du eigentlich willst, dann lass und gemeinsam hinschauen!

In meiner virtuellen Befreiungspraxis, gehen wir den Gedankenmustern auf den
Grund, 
die Dich immer wieder an den gleichen Verhaltensweisen und Problemen
scheitern lassen.

Ich erfasse Dein befreites Wesen, das immer da ist, auch wenn Du es nicht spürst,
und spiegele es Dir zurück. Falls Du so viel Licht ertragen kannst …
Das ist am Anfang gar nicht so leicht! 🙂

Tritt mit mir in Kontakt! Ich freu mich auf Dich!

Ebenso freue ich mich über Deine Gedanken. Welche Erfahrungen hast Du
mit Deinen Glaubensmustern gemacht? Erkennst Du sie, wenn Du mittendrin
steckst und sie einfach ablaufen? Wie sehr bestimmen sie Dein Leben?

In Verbundenheit, Nicole

 

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8 Kommentare

  1. Heike sagt

    Hallo Nicole, Du hast zu Fragen und den Umgang mit Glaubensmustern gefragt: Ich bin auch sehr lange mit dem Thema Bewusstwerdung unterwegs. Seminare , Coachingausbildung und dann wollte mein spirituelles Ego auch noch erleuchtet werden. Satsang ist schön, aber schau: Das Leiden der Menschen bei Samarpan etc. Letztendlich leiden wir an uns selbst. Das was wir glauben zu sein empfinden wir nicht als in Ordnung. Wir wollen weg vom Schmerz, hin zu uns – das ist ein langer Weg. Immer feiner wird es…mir nichts mehr vorzumachen das tut immer noch weh…., ich fühle diesen Schmerz, alles was ich glaubte zu sein, mich heute meinen Kindern so zuzumuten ( und auch da hatte sich zwischenzeitlich wieder ein Projektion) und wieder genau hinzuschauen. Eigenschaften die ich zu mir gehörend empfand und ich glaubte, das sie mich ausmachten, wahren eine Strategie. Sich selbst immer wieder auf die Schliche zu kommen, das ist manchmal eine Nummer….! Vom Ausgangspunkt jetzt würde ich sagen: nur das Leben zeigt Dir, was los ist, nur die Gefühle die auftauchen , die die Deine sind, zeigen Dir wo wir im Leben stehen. Immerwährendes Forschen, das mich in den Minderwert geführt hat, alles zu hinterfragen, und aktuell auch ein sehr zurückgezogenes Leben, sich nichts mehr vorzumachen, das ist wie sterben, aber da ist Hoffnung, das was neues geboren wird! In Liebe Heike

    • Nicole Paskow sagt

      Liebe Heike, „Sich selbst immer wieder auf die Schliche zu kommen,
      das ist manchmal eine Nummer….!“ Oh ja! Das ist DIE Nummer! Das geht nur mitten
      im Leben, mit den anderen zusammen. Alleine kann man ziemlich wenig erkennen.
      Bzw. man kann sich immer wieder glauben machen, wie weit man gekommen ist,
      doch der nächste Mensch, der wieder die Knöpfe drückt, zeigt uns die Wahrheit…

      Es ist ein lebenslanges Forschen nach diesen Strategien, die uns davon abhalten
      wirklich zu leben,die uns einen vermeintlichen Schutz vorgaukeln, der nur bloße
      Vermeidung von Lebendigkeit ist …
      Ja, wir leiden an uns selbst, an dem, was wir eben nicht wirklich sind.
      Wir problematisieren, halten an alten Mustern fest, die nicht mehr aktuell sind.
      Die früher mal ihren Sinn hatten, als wir Kinder waren, aber heute
      sinnlos sind und uns behindern.

      Das Ablegen alter Gewohnheiten ist immer schwierig und geht erst dann wirklich,
      wenn wir einen guten Grund haben! Der gute Grund muss immer die Freude an der
      Freiheit sein, er kann niemals die Vermeidung von Schmerzen bedeuten,denn das
      zieht nie. Jemand, der das Rauchen aufgeben will,um nicht krank zu
      werden,wird es nicht schaffen. Es schafft nur jemand, der frei vom Rauch sein
      will und sich diese Freiheit vorstellen kann, sich an dieser Vorstellung sogar
      berauschen kann…dann ist der Weg aus der Gewohnheit gar nicht so mühsam.

      Das kann man auf alles übertragen, wie ich finde.
      Herzliche Grüße und danke für Deinen Kommentar!
      Nicole

  2. Heike sagt

    Ja, so ist es! Es ist wunderbar das mit den Menschen zu teilen, damit wir uns im anderen erkennen. Dann sind das nicht mehr Deine oder meine Probleme, sondern wir sehen, das wir zwar unterschiedliche Prägungen von unseren Erziehern bekommen haben, aber jetzt freilegen, was wir wirklich sind. Und da passiert es, das mir das Leben im anderen das was noch nicht durchdrungen ist, spiegelt. Da erschließt sich das , wenn gesagt wird, sich in dem anderen zu sehen. Dann ist Dein Weg auch der meine. In Liebe und Demut Heike

    • Nicole Paskow sagt

      „Dann sind das nicht mehr Deine oder meine Probleme,
      sondern wir sehen, das wir zwar unterschiedliche Prägungen
      von unseren Erziehern bekommen haben, aber jetzt freilegen,
      was wir wirklich sind. Und da passiert es, das mir das Leben
      im anderen das was noch nicht durchdrungen ist, spiegelt.“
      Dito! Danke Heike! 🙂

  3. Adriane sagt

    Ich sage mal wieder danke für Deinen Artikel! Er ist großartig und wahr. Auf diesen Weg hast Du mich gebracht. Für mich war es in unseren Coachings das “ zu sich selbst umdrehen“, das in mir den Aha-Effekt bewirkt hat. Ich tue es wirklich. Immer wieder, so gut ich kann. Deine Formulierung: „Deine Glaubenssätze fallen zu lassen, heißt sterben und wiederauferstehen als Dein freies Selbst“ ist auch für mich zu 100% zutreffend. Das Thema Glaubenssätze ist für mich noch größer geworden als zunächst angenommen. In der Vergangenheit war ich fast nichts anderes als eine Ansammlung von Glaubenssätzen, die ich von irgendwo da draußen gelernt habe. Noch ein für mich wichtiger Satz: „Als mir klar wurde, dass ich niemals ein anderes Lebensmodell würde leben können, als mein eigenes!“ Ich spüre es genauso, wie Du es beschreibst, ich spüre die Sehnsucht nach mir selbst. Und ich bin dabei, wie Du es formulierst „das Mysterium des Lebens“ zu erkunden. An alle, die überlegen, bei Dir ein Coaching zu erleben: Macht es! Es wird Euch voran bringen. Aber nicht irgendwo hin, sondern genau zu Euch selbst. Dorthin, wo Ihr eigentlich mit Sicherheit hin wollt, denn ich glaube, dass wir Menschen an diesem Punkt gleich sind: Wir wollen alle am liebsten bei uns selbst ankommen, in diesem Wohlgefühl. Von dort aus entwickeln wir den Rest von alleine. Danke, Nicole.

    • Nicole Paskow sagt

      OH, wow. Adriane, Danke für dieses Feedback! Da bin ich echt platt!
      Und kann nur erwidern: Das ist nur möglich für Jemanden, der wirklich
      bereit ist zu sehen. Du bist es. Danke Dir! Nicole

  4. Franziska sagt

    Hallo ihr lieben Menschen.
    Es tut so gut , das alles zu lesen. Meine Gedanken zu lesen. Mir geht es zur Zeit nicht besonders gut, weil ich mich nicht traue mein Leben zu ändern. Obwohl ich täglich fast verhungere weil ich zwar meine Berufung kenne , aber keine Kraft habe mich über meine Lebensumstände hinwegzusetzen. Bitte helft Mir! Was kann ich als ersten Schritt tun um Mut zu gewinnen? Liebe Grüße an euch alle

    • Nicole Paskow sagt

      Hallo Franziska, Du wirst dann den Mut finden, wenn Dir wirklich klar wird,
      dass es ohne eine Veränderung tatsächlich nicht mehr geht. Herzliche Grüße, Nicole

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