Tag: 25. Juli 2018

Leiden auf dem Dorfplatz der Meinungen

Wenn mein Körper gesund ist, spüre ich ihn in der Regel nicht. Das ist gut eingerichtet von der Natur, denn so steht er mir als stilles und feingestimmtes Instrument zur Verfügung, um das Leben in Erfahrung zu bringen. Als vollkommener Resonanzkörper informiert er mich über alles, was durch die Sinne als Wahrnehmung in ihn hineinreicht. Meine Hände, Füße, die Nase, der Mund, die Augen, Ohren, die Haut … all dies sind herrliche Erkundungswerkzeuge. Durch diesen Körper fließt ein Energiestrom, der leicht und dennoch kraftvoll durch Adern, Fasern, Sehnen geht, wenn er nicht durch Verdichtungen daran gehindert wird. Wie Steine, die im Fluss liegen, können energetische Blockaden dazu führen, dass der Lebensstrom, der mich durchfährt, Umwege suchen muss, um seinen Weg fortzusetzen. Die größte erfahrbare Blockade innerhalb dieses Energiestromes jedoch trägt den Namen Ich. Ich ist eine Art Zentrum, ein Ort, in der die Erfahrung „Hier“ zur Bedeutung gerinnt. „Hier bin ich“, ist Ausdruck dieser Auffindbarkeit innerhalb des energetischen Flusses, den die materielle Form des Körpers, begrenzt. „Ich“ als eigene Erfahrungswelt „Ich“ bildet eine scheinbar eigene …