Monate: November 2018

Du bist der Gastgeber Deiner Limitierungen

Das Gefühl man selbst zu sein, ist so zentral und tief, dass es einem Schock gleichen kann, wenn man herausfindet, was es bedeutet, an einem Ich anzuhaften, das nicht das wahre Ich sein soll. Wenn man überhaupt herausfindet, dass „man“ an „sich“ anhaftet. Denn wie kann es sein, dass ich an mir klebe? Wer ist „Ich“ und wer ist „mir“? Bin ich etwa zwei? Diese Frage ist so groß, so tief und so schön … Herauszufinden, dass das, worunter ich leide nicht das ist, was ich bin, gleicht dem Aufgehen einer Sonne, die noch nie zuvor gesehen wurde. Ich leide, im Grunde, unter den Gedanken über mich selbst. Ich denke mich klein, ich denke mich schwach, ich denke mich minderwertig, unzulänglich und falsch. Und dieses Denken halte ich zutiefst für mich selbst. Darin erkenne ich nicht, dass ich die Erlebende dieser gedanklichen Auswirkungen bin. Ich erlebe, was ich über mich denke Ich erlebe, was ich über mich denke. So fühlt es sich an, was ich über mich denke … Und ich erlebe, dass ich diesem …

Das Mysterium des Glücks: Befreite Anwesenheit

Es kann nicht mehr darum gehen, immer und immer wieder die Geschichte zu bestätigen, die Du als Dich selbst erfährst. Niemand ist kompetent genug, Licht in das System zu bringen, als das Du Dich erfährst. Denn das erfährst nur Du, niemand sonst. Mir geht es immer mehr darum, Dich darauf hinzuweisen, dass Du mehr bist als die Geschichte, als die Du Dich ereignest. Du bist das, worin diese Geschichte auftaucht. Du bist das, was sich durch diese Geschichte erfährt. Du bist nicht nur das, was Du als Dich kennst: Das Problemfeld. Die Ängste, Sorgen, Nöte. Die Freude, wenn die Ängste mal nicht da sind, die Entspannung, sobald mal kein Druck da ist. Die Gedanken, die Dir erzählen, wer Du bist. Das ist die Geschichte, das ist die Eingrenzung, der Rahmen, in dem Du Dich bewegst. Aber dieser Rahmen wird erlebt. Und dieses, was erlebt, ist unbegrenzt. Es ist das Erleben an sich, das Du bist. Dieser Perspektivwechsel ist es, um den es mir geht. Nur dieser Perspektivwechsel lässt Dich da ankommen, wo Du schon bist: …