Monate: Februar 2019

Der Ort, an dem Gefühle entstehen …

Verliebtheit kann einem das Gefühl geben weit, offen und inVerbindung mit sich selbst und der Welt zu sein.Ich erweitere mich durch Dich. Ich fühle meine Schwere nicht mehr,ich fühle Leichtigkeit und Vitalität. Eine neue Qualität zieht in mein Leben ein, eine neue Hoffnung – vielleicht klappt es diesmal? Doch was soll da eigentlich klappen?  – Es soll normalerweise das nicht mehr auftauchen, was ich sonst erlebe, wenn ich nicht verliebt bin oder in einer „unglücklichen“ Beziehung.Oder in einer, in der die Luft raus ist. Oder wenn da gar niemand ist, auf den ich mich „beziehen“ kann. Verliebt, fühle mich nicht mehr allein. Sobald die Verliebtheit weg ist, werde ich wieder auf mich selbst zurückgeworfen und das vertraute Gefühl schleicht sich wieder ein. Das, was ich so gut kenne.  Und das kann alles sein, nur ganz bestimmt nicht angenehm. Ohne das positive Angeschwungensein durch einen anderen, fühlt es sich auf Dauer leer und fade an. Ich mag die Gefühle, die ich empfinde, wenn der andere, der mir so gut zu entsprechen scheint,  in meiner Nähe ist. …

Mitgefühl für Dich selbst ist der Anfang …

Wenn wir davon sprechen, dass etwas menschlich ist, dann meinen wir damit eine Fehlerhaftigkeit, die verzeihbar erscheint. Weil sie einfach nicht überwindbar ist. „Das ist menschlich“ – bedeutet: Das geht uns allen so! Da kann keiner raus. Wir kennen es alle. Und darin sind wir miteinander verbunden. In der Ausweglosigkeit. In dieser Verbundenheit liegt eine Erleichterung. Die Erleichterung des Zulassens. Wir gestehen uns gegenseitig unsere Hilflosigkeit ein und fühlen uns in unserer Fehlbarkeit gesehen und akzeptiert. Das eigene Erleben wird erst dann leicht und verbunden, wenn ich diese Akzeptanz der (scheinbaren) Fehlerhaftigkeit für mich selbst in Anspruch nehme. Wenn ich anfange, den strengen Blick desjenigen in mir selbst zu entkräften, der mir beständig ein Idealbild vorsetzt, dem ich entsprechen soll. Wenn ich anfange mir selbst gegenüber Menschlichkeit walten zu lassen. Mitgefühl zu mir selbst zu entwickeln bedeutet, das Wesen zu erleben, das dem Druck der Idealvorstellungen von sich selbst ausgeliefert ist. Es zu erleben heißt, den Schmerz direkt wahrzunehmen, dem es ausgesetzt ist. Ich selbst erlebe, wie es sich anfühlt, nie zu genügen. Statt den …