Tag: 4. Februar 2019

Mitgefühl für Dich selbst ist der Anfang …

Wenn wir davon sprechen, dass etwas menschlich ist, dann meinen wir damit eine Fehlerhaftigkeit, die verzeihbar erscheint. Weil sie einfach nicht überwindbar ist. „Das ist menschlich“ – bedeutet: Das geht uns allen so! Da kann keiner raus. Wir kennen es alle. Und darin sind wir miteinander verbunden. In der Ausweglosigkeit. In dieser Verbundenheit liegt eine Erleichterung. Die Erleichterung des Zulassens. Wir gestehen uns gegenseitig unsere Hilflosigkeit ein und fühlen uns in unserer Fehlbarkeit gesehen und akzeptiert. Das eigene Erleben wird erst dann leicht und verbunden, wenn ich diese Akzeptanz der (scheinbaren) Fehlerhaftigkeit für mich selbst in Anspruch nehme. Wenn ich anfange, den strengen Blick desjenigen in mir selbst zu entkräften, der mir beständig ein Idealbild vorsetzt, dem ich entsprechen soll. Wenn ich anfange mir selbst gegenüber Menschlichkeit walten zu lassen. Mitgefühl zu mir selbst zu entwickeln bedeutet, das Wesen zu erleben, das dem Druck der Idealvorstellungen von sich selbst ausgeliefert ist. Es zu erleben heißt, den Schmerz direkt wahrzunehmen, dem es ausgesetzt ist. Ich selbst erlebe, wie es sich anfühlt, nie zu genügen. Statt den …