Autor: Nicole Paskow

Glück sieht Dich an

Die stille Revolution der Schmetterlinge

Ich habe lange geglaubt, dass es etwas gibt im Leben, dass richtig und falsch ist. Etwas, woran ich mich festhalten kann, wie die zehn Gebote zum Beispiel. Die wurden auch erfunden, damit die Menschen sich an etwas festhalten können. Damit sie sich nicht die Köpfe einschlagen und miteinander auskommen. Warum war das denn nötig? Warum ist das denn immer noch nötig: Regeln aufzustellen, damit wir uns nicht die Köpfe einschlagen? Und warum tun wir es trotzdem? Die Antwort, die ich für mich gefunden habe ist recht einfach: Weil wir überlagert  sind mit Vorstellungen davon, was Richtig und was Falsch ist. Jeder für sich. Das Meinungs-Brett vor dem Kopf Hier rühren wir an eine der grundlegendsten Fragen: Ist der Mensch von Natur aus gut? Aber dazu müssten wir erst mal klären, was ist Natur und was ist eigentlich gut? Ich finde wir müssen die Antworten darauf von Grund auf neu erforschen. Jeder für sich. Es geht nicht um Studien, Wissenschaft und Experimente. Es geht um die elementarste Qualität von Leben. Und zu dieser Empfindung, zu diesem …

Selbstwert

Was bist Du wert?

Selbstwert ist seit vielen Monaten ein großes Thema für mich. Auch weil ich immer
mehr entdecke, wie tiefsitzende, unbewusste Gefühle, oder zu Gefühlen erstarrte
Gedanken, das was ich für mein Leben wünsche, immer wieder blockieren.
Ich entdeckte, wie übernommene Ansichten sich so in mein Fleisch und Blut
eingewebt haben, dass ich sie für mich selbst hielt.

Sieh dem Tod ins Auge

Sieh Deinem Tod in die Augen

Das erste Mal, als mir mein zukünftiger Tod vollkommen bewusst wurde, war ich gerade auf dem Nachhauseweg vom Einkaufen. Es war ein ganz normaler Frühabend im Winter. Nichts deutete auf diese Bewusstwerdung hin. Es war nicht mal besonders düster. Plötzlich wusste ich nicht nur, ich fühlte es bis in die letzte Pore meines Körpers: Ich werde sterben. Es wird mich nicht mehr geben. Eines Tages. Jeder weiß, dass er oder sie einmal sterben wird, doch es ist ein enormer Unterschied, ob man diesen Gedanken an sich heranlässt, oder nur davon weiß. Mir raubte dieser Gedanke den Atem. Ich stand auf dem Netto-Parkplatz und nichts war wie ein paar Sekunden vorher. Um mich herum lief alles seinen gewohnten Gang, Autos parkten, Menschen gingen einkaufen. Und ich musste sterben. Ich muss sterben Eines Tages, vielleicht heute noch, oder morgen oder in ein paar Jahren. Egal, was danach würde, ich wäre nicht mehr so, wie ich jetzt bin. Ich fühlte mich augenblicklich einsam. Diesen Weg gehen wir alle allein. Genauso, wie wir den Weg in diese Welt hinein …

Wir wollen das pure Leben nicht

Diese große Verzweiflung darüber, nicht zu wissen, was das Leben ist. Nicht zu wissen, welchen Platz man darin einnehmen soll. Nicht zu wissen, was richtig ist und wer man denn nun wirklich ist. Diese irrsinnige Verstrickung im Karussell der Gedanken, das sich in einem Affentempo, um sich selbst dreht. Dieses Taumeln, dieses Straucheln, dieses Fassen ins Nichts. Diese große Sehnsucht nach Ruhe, nach Ankommen. Menschen, die fragen, bekommen Antworten. Von Menschen, die Fragen beantworten. Wir wollen nicht verstehen, dass die Fragen selbst Teil des Problems sind. Antworten sind nicht das Leben Wir wollen einfach nicht verstehen, dass alle Antworten auf Fragen nur Antworten auf Fragen sind, aber nicht das Leben selbst. Das wollen wir gar nicht. Wir wollen das pure Leben nicht. Wir wollen das Leben, das wir uns vorstellen können. Das Leben unserer inneren vier Wände. Wir leben uralte Gedanken, von Generationen weitergegeben an uns. Gedanken, die wir weitergeben an die nächsten Generationen, die immer vorbeizielen an dem, was wirklich ist. Weil wir es nicht besser wissen wollen, wir behaupten es nur. Wir vererben …

Heilung

Was ist Heilung? Gespräch mit Luna U. Müller

Wir fühlen uns alle schlecht, wenn wir krank sind. Wir wollen Schmerzen loswerden, seien es seelische oder körperliche. Wenn ein Teil unseres Körpers erkrankt ist, leiden wir vollständig darunter, nicht nur der betroffene Körperteil. Und zumeist gehen wir dann schnell zum Arzt, der uns Pillen verschreibt, damit diese Symptome wieder verschwinden, wir wieder schmerzfrei sind und alles wieder in Ordnung erscheint. Bis zum nächsten Symptom…bei dem wir es wieder genau so machen. Der Körper als Maschine Noch immer haben viele Menschen das Bild einer Maschine im Kopf, wenn sie an den Körper denken. Einer Maschine, die aus mechanischen Gründen kaputt geht, die man dann reparieren kann. Langsam beginnt dieses Bild zwar zu bröckeln und Heilpraktiker weisen allerorten auf den großen Zusammenhang zwischen Körper und Geist hin, doch das Neue hat üblicherweise einen langen Weg, bis es in der Gesellschaft ankommt. Anhand eigener Beobachtung meines Verhaltens, meines Körpers, meines geistigen Zustandes, kann ich den Zusammenhang zwischen meinem inneren Befinden, meiner Lebenshaltung, Lebensweise und dem körperlichen Ausdruck davon nur bestätigen. Ich finde es daher wichtig diese Sichtweise …

Wahrnehmung mit Mario

Wir müssen unsere Wahrnehmung infrage stellen…

Wahrnehmung geschieht immer in der Trennung.  Bei diesem Satz, fallen ein paar Groschen bei mir, als ich mit Mario Amenti über das Sein und unsere Vorstellung davon, spreche. Es erscheint mir plausibel, denn nachdem, was ich mir angelesen habe, gibt es in der Einheit keine Wahrnehmung. Deshalb werden wir, solang wir in unseren Körpern verweilen, immer auch getrennt sein. Mario Amentis Texte auf Facebook, lese ich immer wieder gern. Mit wenigen Worten vermag er einen Raum zu öffnen, der mich seine Wahrnehmungen nachempfinden lässt. Sofern man das überhaupt sagen kann… Seine tiefe Überzeugung ist, dass wir alle in einem Traum leben, aus dem wir erwachen können. Doch nur, um in einen weiteren Traum zu fallen. Einen glücklicheren zwar, aber doch in einen weiteren. Seine Methode, der Awakening – Code, bildet eine Brücke zwischen diesen Träumen. Er lässt Dich erkennen, wie Du, relativ gesehen, funktionierst und richtet anschließend Deine Aufmerksamkeit auf das, was Du wirklich bist. Wenn jemand tatsächlich bereit ist, sich dem hinzugeben, dann kann der Ausstieg aus der Illusion erfolgen. Wir sprechen über die …

Im Feuer der Scham – Ein Heilkreis mit Luna U. Müller

Es ist Samstag, 10 Uhr und ich komme etwas zu spät. Als ich auf die Klingel des Helios Heilzentrums in Nürnberg drücke, öffnet mir ein großer, schlanker, weißhaariger Mann, der das Haar zu einem Zopf gebunden hat. Ich solle leise sein, denn es würden alle schon in Stille sitzen. In Windeseile lege ich Mantel und Schuhe ab und betrete den Raum, in dem ungefähr 17 Menschen im Kreis sitzen. Es läuft leise Musik, alle haben die Augen geschlossen. Ich setze mich auf den einzigen freien Platz der noch da ist und atme erstmal aus. Dann schließe ich auch die Augen. Sofort spüre ich die angenehme Ruhe, die sich in mir auszubreiten beginnt. Ich habe es schon immer geliebt in stillen Gruppen zu sitzen. Die Energie ist eine andere, als wenn man alleine meditiert. Kurz darauf ist der helle, klare Ton der Zimbeln zu hören, die Luna aneinanderschlägt, als Zeichen des Beginns. Alle Augen öffnen sich, eine kurze Unruhe kommt auf, erwartungsvolle Blicke, Lächeln. Ich kenne einige wenige Gesichter und habe keine Ahnung, was mich erwartet. …

Stille, die der Mensch ist

Ich wurde zu einer Blogparade eingeladen. Das Thema ist die Stille, die der Mensch ist. Für mich ist es ein wundervolles Thema. Hier ist der Link zur Blogseite mit allen Beiträgen: Hier gehts zur Blogparade Stille. Was ist das? Nach meiner Erfahrung etwas, wovor viele, sehr viele Menschen große Angst haben. Ich kenne persönlich einige, die lieber sehr geschäftig hin und her laufen, ohne genau zu wissen, was sie eigentlich tun oder wollen, statt mal fünfzehn Minuten still zu sitzen. Warum ist still sein so schwer? Wenn Du Dein ganzes Leben lang Deine Fühler nach Außen gerichtet hast und das getan hast, wozu Du (sehr wahrscheinlich) erzogen wurdest, nämlich danach zu schauen, was die anderen von Dir wollen, dann macht es Dir Angst, Dich plötzlich selbst zu spüren, denn das ist unbekanntes Land. Wenn Du, wie so viele Menschen, alles erkundet hast, was andere von Dir denken könnten, erwarten könnten, es ihnen recht machen wolltest, hattest Du kaum je ein Gefühl dabei, für Dich selbst. Wenn Du nun sitzt. Und still wirst. Wenn Du wahrnimmst, …

Tänzerin Körper

Der Weg in die Welt führt durch den Körper

Nach innen gerichtete Achtsamkeit, das ist, laut Sören Tempel, der erste Schritt in die wahrhaftig reale Welt. In meinem nächsten Befreiungsgespräch mit diesem äußerst interessanten Coach aus Berlin, erfahre ich, dass der Großteil der Menschen zu viel im Kopf ist. Ich kenne das. Immer, wenn es mir selbst nicht gut geht, wenn ich mich energielos fühle und aus einem Tief nicht so schnell heraus komme, erwische ich mich beim Denken. Wenn ich mir Angst über die Zukunft mache, zum Beispiel, dann baue ich mir meine Schreckensvisionen aus Gedanken, die aufeinander aufbauen. Etwa so: „Wenn ich jetzt nur noch Bücher schreiben würde, dann würde ich gar kein Geld mehr verdienen! Wenn ich kein Geld mehr verdiene, kann ich die Kreditraten nicht bezahlen, die Miete eh nicht und dann kommt der „Kuckuck“ und nimmt mir alles weg! Dann lande ich auf der Straße und muss bettelnd meine Kinder durchbringen, weil mein Mann, der Schauspieler ist, ja bestimmt auch bald nichts mehr verdient… .“ Der Weg raus ist der Weg rein Ich gerate in die Gedankenspirale und verfranse …