Alle Artikel in: Radical-Blog

Hier stehen Texte, die meine Erfahrungen und Gedanken widerspiegeln

Wovor schreckst Du zurück?

Wie aufregend ist Dein Leben? Wie lebendig ist es? Mit aufregend meine ich nicht, wie viele wilde Partys feierst Du, sondern wie beweglich ist es in Dir? Wie oft triffst Du auf Situationen, die neu sind, die Dich herausfordern, die Dich vielleicht sogar in Frage stellen? Wie sehr spürst Du Deine Anwesenheit in Deinem Alltag? Wie sehr kannst Du das Leben direkt erfahren, ungeschützt, ungefiltert, Dich wirklich und wahrhaftig berühren lassen, ganz direkt, bis hin zur Hilflosigkeit?

Wie wir wirklich sind

Was mir dann begegnete, war alles andere, als ich erwartet hatte. Ich erfuhr das erste Mal, was geschieht, wenn ich bis zum Ende des gegenwärtigen Schmerzes gehe. Bisher hatte ich mich nie so sehr damit konfrontiert. Letzten Endes bin ich ihm ausgewichen, habe mich abgelenkt, ihn nicht in vollem Ausmaß spüren wollen.

Wenn das alte Leben stirbt…

Der Augenblick der Reife ist ein Drängen. Es ist eine Anspannung, ein Aufbäumen und ein Loslassen dessen, was sich verwirklichen will. Der Apfel fällt vom Baum. Der eine Satz, für den man Monate gebraucht hat, ist plötzlich gesagt und auch wirklich so gemeint und ab hier – ändert sich alles. Innerhalb von Stunden, von Minuten.
Und meistens noch im ungünstigsten Moment.

Vertrauen

Wohin führt Vertrauen, wenn niemand da ist, auf den es sich beziehen kann?

Wenn ich die wahre Natur dieses Lebensflusses in mir erkenne, dann erfahre ich am eigenen Leib,
was es heißt im Leben zu mir zu kommen. Ich erfahre das Wunder, in das ich eingebettet bin, dessen
Teil ich bin und dessen Verursacher. Die freie Sicht in mir, ermöglicht mir eine Erfahrung, die jenseits
dessen ist, was ich bisher als mich selbst erfahren habe.

Selbsterforschung

Selbsterforschung: Der Weg nach Innen

Die meisten von uns leben nach ihren Selbstbildern. Wir stellen uns häufig eher altruistisch, als egoistisch dar, eher gut, als böse. Darin taktieren und manipulieren wir nicht, wir gehören zu den Guten. Meistens haben wir moralische Prinzipien und lehnen abgrenzende, verletzende, hässliche und unangenehme Verhaltensweisen und Empfindungen ab…

Das Ende der Träume ist der Anfang des Lebens

Träume und Idealvorstellungen  führen Dich maximal von Dir und dem,
was eine echte Möglichkeit für Dich sein könnte, weg.
Sie sind eine katastrophale Zeitverschwendung. Eine Beschäftigung, die Dir so schadet,
wie massenweise Heroin, ohne dass Du es erkennst.
Es fühlt sich ja so gut an, Dich weg zu träumen aus dem Leben, wie es sich Dir zeigt.
Woanders ist es immer besser, heller, schöner als hier, das wollen sie Dir weismachen…

Deine Welt als Echo auf Dich selbst

In mir herrschte immer Chaos. Meine innere Einrichtung war zusammengewürfelt aus Meinungen anderer Leute über mich und undeutlichen eigenen Impulsen. Ich nahm alle anderen Menschen wichtiger, als das leise Gefühl für mich selbst, das sich hin und wieder regte, wenn ich mit mir allein war. Wenn ich Bücher las, vor mich hinsummte, mich davon träumte oder meine Gedanken in Tagebücher schrieb, die alle irgendwann gelesen wurden, um wieder als Verurteilungen auf mich einzuprasseln… Ich wollte ihnen entsprechen, ich wollte alles richtig machen, ich wollte gesehen werden, anerkannt, geliebt. Dafür tat ich so Einiges. Ich genoss die Genugtuung, wenn ich es mal erreichte und zum Beispiel mein Vater mir durch die Haare strich und mich liebevoll  ansah, weil ich etwas Kluges gesagt hatte oder irgendwas getan, was ihm gefiel… Wenn ich jetzt, in diesem Moment, meine Finger über die Tastatur gleiten lasse, während die Gedanken in jene Zeit zurückfahren, dann weiß ich, dass alles, was mir widerfahren ist, jeder Schmerz, jede Melancholie, jede Sehnsucht, eine direkte Antwort darauf war, wie ich mich selbst wahrgenommen habe und …

Das Leben antwortet … immer

Der weiche Schnee taut unter meinen Stiefeln. Lose aneinandergereihte Wassertropfen, energetisch zusammengehalten von veränderlichen Energiegittern. Veränderliche Energiegitter … Genau das erlebe ich gerade in meinem Leben. Die Sonne strahlt an diesem Nachmittag und blendet meine Augen. Mein Blick sucht nach einem dunklen Halt und findet ihn in einer braunen Hecke, in der Millionen Wassertropfen glitzern. Die Luft ist glasklar, der Himmel blau und über mir die Bäume, weinen den tauenden Schnee in die Pfützen zu meinen Füßen. Ich weine mit und fühle den salzigen Geschmack auf meinen Lippen. Alles verändert sich. Das hat es schon immer getan. Und die Bäume vor mir und der Schnee unter mir und die kalte Luft auf mir flüstern in ihrer eigenen Sprache von Wandel und Beständigkeit. Alles verändert sich. Das hat es schon immer getan Strukturen lösen sich auf. Solche, die mir lieb geworden waren, solche, die mich geformt haben, solche, die zu eng geworden sind. Vor mir liegt ein neues Leben, von dem ich nichts weiß, außer, dass es neu ist. „Ich weiß nicht“ zu sagen, ist so schmerzhaft …

Das unsichtbare Paradies

Und dann tauche ich auf und erkenne. Ich erkenne mich in diesem Spiel als das pulsierende, leere, göttliche Gehirn,
dass sich nur durch mich erfahren kann. Und durch Dich. Es hat alles Leben erschaffen, um sich lieben zu können.
Um sich entdecken zu können, um seine Herrlichkeit zu feiern.
Wir sind das Tor zur Unendlichkeit.