Alle Artikel in: Radical-Blog

Hier stehen Texte, die meine Erfahrungen und Gedanken widerspiegeln

Im Höllenfeuer der Gefühle

Ich möchte Dir zeigen, wie echte Gefühle wirklich sind. Nein, ich möchte nicht, ich will es Dir zeigen! Ich will es, weil es das Einzige ist, wozu ich auf der Welt bin. Ich bin hier, um mich vollkommen zu spüren, zu entdecken, in meinen unermesslichen Ausmaßen. Und ich bin hier, um Dir von dieser Überwältigung zu berichten. Weil es nichts wesentlicheres in diesem Leben gibt, als Dich selbst zu erleben.

Urvertrauen – Der Fall in Dich selbst

Ich habe nie gewusst, dass es wirklich um mich selbst geht, so wie ich bin. So, wie ich mich mir selbst nie wirklich gezeigt habe, weil ich von mir selbst wie durch eine Milchglasscheibe getrennt war. Wenn ich hinsehen würde, so sagte mir die Angst, dann würde ich erkennen, dass mein Leben ein Konstrukt ist, das in dem Moment des Hinsehens, in sich zusammenfallen würde.

Glück sieht Dich an

Die stille Revolution der Schmetterlinge

Ich habe lange geglaubt, dass es etwas gibt im Leben, dass richtig und falsch ist. Etwas, woran ich mich festhalten kann, wie die zehn Gebote zum Beispiel. Die wurden auch erfunden, damit die Menschen sich an etwas festhalten können. Damit sie sich nicht die Köpfe einschlagen und miteinander auskommen. Warum war das denn nötig? Warum ist das denn immer noch nötig: Regeln aufzustellen, damit wir uns nicht die Köpfe einschlagen? Und warum tun wir es trotzdem? Die Antwort, die ich für mich gefunden habe ist recht einfach: Weil wir überlagert  sind mit Vorstellungen davon, was Richtig und was Falsch ist. Jeder für sich. Das Meinungs-Brett vor dem Kopf Hier rühren wir an eine der grundlegendsten Fragen: Ist der Mensch von Natur aus gut? Aber dazu müssten wir erst mal klären, was ist Natur und was ist eigentlich gut? Ich finde wir müssen die Antworten darauf von Grund auf neu erforschen. Jeder für sich. Es geht nicht um Studien, Wissenschaft und Experimente. Es geht um die elementarste Qualität von Leben. Und zu dieser Empfindung, zu diesem …

Sieh dem Tod ins Auge

Sieh Deinem Tod in die Augen

Das erste Mal, als mir mein zukünftiger Tod vollkommen bewusst wurde, war ich gerade auf dem Nachhauseweg vom Einkaufen. Es war ein ganz normaler Frühabend im Winter. Nichts deutete auf diese Bewusstwerdung hin. Es war nicht mal besonders düster. Plötzlich wusste ich nicht nur, ich fühlte es bis in die letzte Pore meines Körpers: Ich werde sterben. Es wird mich nicht mehr geben. Eines Tages. Jeder weiß, dass er oder sie einmal sterben wird, doch es ist ein enormer Unterschied, ob man diesen Gedanken an sich heranlässt, oder nur davon weiß. Mir raubte dieser Gedanke den Atem. Ich stand auf dem Netto-Parkplatz und nichts war wie ein paar Sekunden vorher. Um mich herum lief alles seinen gewohnten Gang, Autos parkten, Menschen gingen einkaufen. Und ich musste sterben. Ich muss sterben Eines Tages, vielleicht heute noch, oder morgen oder in ein paar Jahren. Egal, was danach würde, ich wäre nicht mehr so, wie ich jetzt bin. Ich fühlte mich augenblicklich einsam. Diesen Weg gehen wir alle allein. Genauso, wie wir den Weg in diese Welt hinein …

Wir wollen das pure Leben nicht

Diese große Verzweiflung darüber, nicht zu wissen, was das Leben ist. Nicht zu wissen, welchen Platz man darin einnehmen soll. Nicht zu wissen, was richtig ist und wer man denn nun wirklich ist. Diese irrsinnige Verstrickung im Karussell der Gedanken, das sich in einem Affentempo, um sich selbst dreht. Dieses Taumeln, dieses Straucheln, dieses Fassen ins Nichts. Diese große Sehnsucht nach Ruhe, nach Ankommen. Menschen, die fragen, bekommen Antworten. Von Menschen, die Fragen beantworten. Wir wollen nicht verstehen, dass die Fragen selbst Teil des Problems sind. Antworten sind nicht das Leben Wir wollen einfach nicht verstehen, dass alle Antworten auf Fragen nur Antworten auf Fragen sind, aber nicht das Leben selbst. Das wollen wir gar nicht. Wir wollen das pure Leben nicht. Wir wollen das Leben, das wir uns vorstellen können. Das Leben unserer inneren vier Wände. Wir leben uralte Gedanken, von Generationen weitergegeben an uns. Gedanken, die wir weitergeben an die nächsten Generationen, die immer vorbeizielen an dem, was wirklich ist. Weil wir es nicht besser wissen wollen, wir behaupten es nur. Wir vererben …

Im Feuer der Scham – Ein Heilkreis mit Luna U. Müller

Es ist Samstag, 10 Uhr und ich komme etwas zu spät. Als ich auf die Klingel des Helios Heilzentrums in Nürnberg drücke, öffnet mir ein großer, schlanker, weißhaariger Mann, der das Haar zu einem Zopf gebunden hat. Ich solle leise sein, denn es würden alle schon in Stille sitzen. In Windeseile lege ich Mantel und Schuhe ab und betrete den Raum, in dem ungefähr 17 Menschen im Kreis sitzen. Es läuft leise Musik, alle haben die Augen geschlossen. Ich setze mich auf den einzigen freien Platz der noch da ist und atme erstmal aus. Dann schließe ich auch die Augen. Sofort spüre ich die angenehme Ruhe, die sich in mir auszubreiten beginnt. Ich habe es schon immer geliebt in stillen Gruppen zu sitzen. Die Energie ist eine andere, als wenn man alleine meditiert. Kurz darauf ist der helle, klare Ton der Zimbeln zu hören, die Luna aneinanderschlägt, als Zeichen des Beginns. Alle Augen öffnen sich, eine kurze Unruhe kommt auf, erwartungsvolle Blicke, Lächeln. Ich kenne einige wenige Gesichter und habe keine Ahnung, was mich erwartet. …

Stille, die der Mensch ist

Ich wurde zu einer Blogparade eingeladen. Das Thema ist die Stille, die der Mensch ist. Für mich ist es ein wundervolles Thema. Hier ist der Link zur Blogseite mit allen Beiträgen: Hier gehts zur Blogparade Stille. Was ist das? Nach meiner Erfahrung etwas, wovor viele, sehr viele Menschen große Angst haben. Ich kenne persönlich einige, die lieber sehr geschäftig hin und her laufen, ohne genau zu wissen, was sie eigentlich tun oder wollen, statt mal fünfzehn Minuten still zu sitzen. Warum ist still sein so schwer? Wenn Du Dein ganzes Leben lang Deine Fühler nach Außen gerichtet hast und das getan hast, wozu Du (sehr wahrscheinlich) erzogen wurdest, nämlich danach zu schauen, was die anderen von Dir wollen, dann macht es Dir Angst, Dich plötzlich selbst zu spüren, denn das ist unbekanntes Land. Wenn Du, wie so viele Menschen, alles erkundet hast, was andere von Dir denken könnten, erwarten könnten, es ihnen recht machen wolltest, hattest Du kaum je ein Gefühl dabei, für Dich selbst. Wenn Du nun sitzt. Und still wirst. Wenn Du wahrnimmst, …

Hingabe Wasser im Ozean

Die Sehnsucht nach völliger Hingabe

Kennst Du die Sehnsucht überwältigt zu werden? Kennst Du das Verlangen zu unterliegen? Dich hinzugeben, Dich aufzugeben, „Nimm mich!“ zu sagen? Viele Frauen kennen diese Sehnsucht. Sie hat nichts damit zu tun, tatsächlich vergewaltigt werden zu wollen oder von Gewalt zu träumen. Rein gar nichts. Sie hat etwas mit Weiblichkeit auf der Suche nach Männlichkeit zu tun. Hier geht es um Urprinzipien, um Yin und Yang, um Geben und Nehmen, um Aktion und Reaktion, um Gott und Teufel. Dieses Verlangen kann einem den Verstand rauben. Es ist verantwortlich für Ehebrüche, gescheiterte Beziehungen und ratlose Liebende. Aber auch für (vorübergehende) Gefühle der ewigen Zusammengehörigkeit Zweier, die sich gegenseitig (vorübergehend) diese Sehnsucht stillen. Die Energie der Hingabe versickert Doch was ist, wenn da niemand da ist, dem Du Dich hingeben kannst? Etwa, weil Dein Partner nicht in dem Maße sein Urprinzip lebt, wie Du Deines? Dann verkümmert Dein Verlangen, Dein Feuer, Deine Leidenschaft…dann erlebst Du immer und immer wieder die Zurückweisung Deiner Weiblichkeit, und wirst immer bitterer und bitterer. Oder da ist tatsächlich niemand, dem Du Deinen …