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Hier stehen Texte, die meine Erfahrungen und Gedanken widerspiegeln

Die Sucht nach Emotionen und Zuständen

Wir nehmen uns wahr als das, was wir denken und fühlen und verlieren uns darin.
Freiheit beginnt für mich in dem Moment, wo ich erfahren kann, dass meine Gefühle
Filter sind, durch die ich sehe. Es sind bunte Brillen, die ich mir auf die Nase setze.
Warum setze ich sie mir auf?
Weil ich sie für mich selbst halte. Dieser Prozess geht so schnell, dass er nicht wahrnehmbar ist.
Die Bewusstheit in mir sieht durch den Filter und verschmilzt augenblicklich mit ihm.
Das ist Identifikation. Der Bewusstheit  fehlt die Kraft. Emotionen haben Kraft,
weil sie, sobald wir das Licht der Welt erblicken, kultiviert werden.
Das, was ihnen jedoch zugrunde liegt, bleibt den meisten Menschen verborgen.

Vom Suchen und Finden unseres wahren Selbst

Im Grunde geht es um die einfachste mögliche Erfahrung die man machen kann.
Hier und jetzt genau der oder die zu sein, der oder die man ist. Ohne irgendeine innere Bewegung weg
von dieser Erfahrung. Ohne Rechtfertigung, ohne Erklärung, ohne Urteil. Ohne Suche und Sehnsucht.
Wie fühlt es sich an? Genau jetzt? Immer wieder genau jetzt? Nicht – wie sollte es sich anfühlen?
Wie wäre es besser? Wie wäre es nützlicher, für alle angenehmer, einfacher, unkomplizierter zu empfinden?

Leiden auf dem Dorfplatz der Meinungen

Wenn mein Körper gesund ist, spüre ich ihn in der Regel nicht. Das ist gut eingerichtet von der Natur, denn so steht er mir als stilles und feingestimmtes Instrument zur Verfügung, um das Leben in Erfahrung zu bringen. Als vollkommener Resonanzkörper informiert er mich über alles, was durch die Sinne als Wahrnehmung in ihn hineinreicht. Meine Hände, Füße, die Nase, der Mund, die Augen, Ohren, die Haut … all dies sind herrliche Erkundungswerkzeuge. Durch diesen Körper fließt ein Energiestrom, der leicht und dennoch kraftvoll durch Adern, Fasern, Sehnen geht, wenn er nicht durch Verdichtungen daran gehindert wird. Wie Steine, die im Fluss liegen, können energetische Blockaden dazu führen, dass der Lebensstrom, der mich durchfährt, Umwege suchen muss, um seinen Weg fortzusetzen. Die größte erfahrbare Blockade innerhalb dieses Energiestromes jedoch trägt den Namen Ich. Ich ist eine Art Zentrum, ein Ort, in der die Erfahrung „Hier“ zur Bedeutung gerinnt. „Hier bin ich“, ist Ausdruck dieser Auffindbarkeit innerhalb des energetischen Flusses, den die materielle Form des Körpers, begrenzt. „Ich“ als eigene Erfahrungswelt „Ich“ bildet eine scheinbar eigene …

Das bin ich – oder etwa nicht?

Nahezu jeder Liebe, die ich in meinem Leben hatte, habe ich unterstellt, mich nicht wirklich zu lieben. Jeder Mann, der mir zu nah kam, durfte das von mir hören. Ich misstraute jedem Liebesausdruck, ich unterstellte wilde Absichten, nur nicht die des einfachen, schlichten Liebesempfindens für mich. Ich ging  davon aus, dass mich niemand lieben konnte. Weil niemand wusste, wie ich wirklich war. Weil ich so, wie ich war, nicht liebenswürdig war, das hatte ich ja schon oft gehört … Weil jede Liebe einer Forderung gleichkam, einer Beschränkung meines Seins. Weil niemand wüsste, was wirkliche Liebe sei. Nur ich spürte sie, in meiner nicht enden wollenden Sehnsucht nach ihr. Niemand konnte dieser Liebe je genügen … Ich liebte den anderen dann am meisten, wenn er nicht da war. Ich verwechselte Sehnsucht mit Liebe. Und war er wieder da, ging es von vorne los. Ein endloses Spiel ohne Erkenntnis darin. Ich fühle doch, dass es so ist! Meine Gefühle sind mein Tor zur Wahrheit. Dachte ich immer. Ich fühle doch, dass es so ist! So bin ich! …

Wovor schreckst Du zurück?

Wie aufregend ist Dein Leben? Wie lebendig ist es? Mit aufregend meine ich nicht, wie viele wilde Partys feierst Du, sondern wie beweglich ist es in Dir? Wie oft triffst Du auf Situationen, die neu sind, die Dich herausfordern, die Dich vielleicht sogar in Frage stellen? Wie sehr spürst Du Deine Anwesenheit in Deinem Alltag? Wie sehr kannst Du das Leben direkt erfahren, ungeschützt, ungefiltert, Dich wirklich und wahrhaftig berühren lassen, ganz direkt, bis hin zur Hilflosigkeit?

Wie wir wirklich sind

Was mir dann begegnete, war alles andere, als ich erwartet hatte. Ich erfuhr das erste Mal, was geschieht, wenn ich bis zum Ende des gegenwärtigen Schmerzes gehe. Bisher hatte ich mich nie so sehr damit konfrontiert. Letzten Endes bin ich ihm ausgewichen, habe mich abgelenkt, ihn nicht in vollem Ausmaß spüren wollen.

Wenn das alte Leben stirbt…

Der Augenblick der Reife ist ein Drängen. Es ist eine Anspannung, ein Aufbäumen und ein Loslassen dessen, was sich verwirklichen will. Der Apfel fällt vom Baum. Der eine Satz, für den man Monate gebraucht hat, ist plötzlich gesagt und auch wirklich so gemeint und ab hier – ändert sich alles. Innerhalb von Stunden, von Minuten.
Und meistens noch im ungünstigsten Moment.

Vertrauen

Wohin führt Vertrauen, wenn niemand da ist, auf den es sich beziehen kann?

Wenn ich die wahre Natur dieses Lebensflusses in mir erkenne, dann erfahre ich am eigenen Leib,
was es heißt im Leben zu mir zu kommen. Ich erfahre das Wunder, in das ich eingebettet bin, dessen
Teil ich bin und dessen Verursacher. Die freie Sicht in mir, ermöglicht mir eine Erfahrung, die jenseits
dessen ist, was ich bisher als mich selbst erfahren habe.