Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bewusstsein

Leiden auf dem Dorfplatz der Meinungen

Wenn mein Körper gesund ist, spüre ich ihn in der Regel nicht. Das ist gut eingerichtet von der Natur, denn so steht er mir als stilles und feingestimmtes Instrument zur Verfügung, um das Leben in Erfahrung zu bringen. Als vollkommener Resonanzkörper informiert er mich über alles, was durch die Sinne als Wahrnehmung in ihn hineinreicht. Meine Hände, Füße, die Nase, der Mund, die Augen, Ohren, die Haut … all dies sind herrliche Erkundungswerkzeuge. Durch diesen Körper fließt ein Energiestrom, der leicht und dennoch kraftvoll durch Adern, Fasern, Sehnen geht, wenn er nicht durch Verdichtungen daran gehindert wird. Wie Steine, die im Fluss liegen, können energetische Blockaden dazu führen, dass der Lebensstrom, der mich durchfährt, Umwege suchen muss, um seinen Weg fortzusetzen. Die größte erfahrbare Blockade innerhalb dieses Energiestromes jedoch trägt den Namen Ich. Ich ist eine Art Zentrum, ein Ort, in der die Erfahrung „Hier“ zur Bedeutung gerinnt. „Hier bin ich“, ist Ausdruck dieser Auffindbarkeit innerhalb des energetischen Flusses, den die materielle Form des Körpers, begrenzt. „Ich“ als eigene Erfahrungswelt „Ich“ bildet eine scheinbar eigene …

Das bin ich – oder etwa nicht?

Nahezu jeder Liebe, die ich in meinem Leben hatte, habe ich unterstellt, mich nicht wirklich zu lieben. Jeder Mann, der mir zu nah kam, durfte das von mir hören. Ich misstraute jedem Liebesausdruck, ich unterstellte wilde Absichten, nur nicht die des einfachen, schlichten Liebesempfindens für mich. Ich ging  davon aus, dass mich niemand lieben konnte. Weil niemand wusste, wie ich wirklich war. Weil ich so, wie ich war, nicht liebenswürdig war, das hatte ich ja schon oft gehört … Weil jede Liebe einer Forderung gleichkam, einer Beschränkung meines Seins. Weil niemand wüsste, was wirkliche Liebe sei. Nur ich spürte sie, in meiner nicht enden wollenden Sehnsucht nach ihr. Niemand konnte dieser Liebe je genügen … Ich liebte den anderen dann am meisten, wenn er nicht da war. Ich verwechselte Sehnsucht mit Liebe. Und war er wieder da, ging es von vorne los. Ein endloses Spiel ohne Erkenntnis darin. Ich fühle doch, dass es so ist! Meine Gefühle sind mein Tor zur Wahrheit. Dachte ich immer. Ich fühle doch, dass es so ist! So bin ich! …

Wovor schreckst Du zurück?

Wie aufregend ist Dein Leben? Wie lebendig ist es? Mit aufregend meine ich nicht, wie viele wilde Partys feierst Du, sondern wie beweglich ist es in Dir? Wie oft triffst Du auf Situationen, die neu sind, die Dich herausfordern, die Dich vielleicht sogar in Frage stellen? Wie sehr spürst Du Deine Anwesenheit in Deinem Alltag? Wie sehr kannst Du das Leben direkt erfahren, ungeschützt, ungefiltert, Dich wirklich und wahrhaftig berühren lassen, ganz direkt, bis hin zur Hilflosigkeit?

Wie wir wirklich sind

Was mir dann begegnete, war alles andere, als ich erwartet hatte. Ich erfuhr das erste Mal, was geschieht, wenn ich bis zum Ende des gegenwärtigen Schmerzes gehe. Bisher hatte ich mich nie so sehr damit konfrontiert. Letzten Endes bin ich ihm ausgewichen, habe mich abgelenkt, ihn nicht in vollem Ausmaß spüren wollen.

Wenn das alte Leben stirbt…

Der Augenblick der Reife ist ein Drängen. Es ist eine Anspannung, ein Aufbäumen und ein Loslassen dessen, was sich verwirklichen will. Der Apfel fällt vom Baum. Der eine Satz, für den man Monate gebraucht hat, ist plötzlich gesagt und auch wirklich so gemeint und ab hier – ändert sich alles. Innerhalb von Stunden, von Minuten.
Und meistens noch im ungünstigsten Moment.

Vertrauen

Wohin führt Vertrauen, wenn niemand da ist, auf den es sich beziehen kann?

Wenn ich die wahre Natur dieses Lebensflusses in mir erkenne, dann erfahre ich am eigenen Leib,
was es heißt im Leben zu mir zu kommen. Ich erfahre das Wunder, in das ich eingebettet bin, dessen
Teil ich bin und dessen Verursacher. Die freie Sicht in mir, ermöglicht mir eine Erfahrung, die jenseits
dessen ist, was ich bisher als mich selbst erfahren habe.

Selbsterforschung

Selbsterforschung: Der Weg nach Innen

Die meisten von uns leben nach ihren Selbstbildern. Wir stellen uns häufig eher altruistisch, als egoistisch dar, eher gut, als böse. Darin taktieren und manipulieren wir nicht, wir gehören zu den Guten. Meistens haben wir moralische Prinzipien und lehnen abgrenzende, verletzende, hässliche und unangenehme Verhaltensweisen und Empfindungen ab…

Das Ende der Träume ist der Anfang des Lebens

Träume und Idealvorstellungen  führen Dich maximal von Dir und dem,
was eine echte Möglichkeit für Dich sein könnte, weg.
Sie sind eine katastrophale Zeitverschwendung. Eine Beschäftigung, die Dir so schadet,
wie massenweise Heroin, ohne dass Du es erkennst.
Es fühlt sich ja so gut an, Dich weg zu träumen aus dem Leben, wie es sich Dir zeigt.
Woanders ist es immer besser, heller, schöner als hier, das wollen sie Dir weismachen…

Deine Welt als Echo auf Dich selbst

In mir herrschte immer Chaos. Meine innere Einrichtung war zusammengewürfelt aus Meinungen anderer Leute über mich und undeutlichen eigenen Impulsen. Ich nahm alle anderen Menschen wichtiger, als das leise Gefühl für mich selbst, das sich hin und wieder regte, wenn ich mit mir allein war. Wenn ich Bücher las, vor mich hinsummte, mich davon träumte oder meine Gedanken in Tagebücher schrieb, die alle irgendwann gelesen wurden, um wieder als Verurteilungen auf mich einzuprasseln… Ich wollte ihnen entsprechen, ich wollte alles richtig machen, ich wollte gesehen werden, anerkannt, geliebt. Dafür tat ich so Einiges. Ich genoss die Genugtuung, wenn ich es mal erreichte und zum Beispiel mein Vater mir durch die Haare strich und mich liebevoll  ansah, weil ich etwas Kluges gesagt hatte oder irgendwas getan, was ihm gefiel… Wenn ich jetzt, in diesem Moment, meine Finger über die Tastatur gleiten lasse, während die Gedanken in jene Zeit zurückfahren, dann weiß ich, dass alles, was mir widerfahren ist, jeder Schmerz, jede Melancholie, jede Sehnsucht, eine direkte Antwort darauf war, wie ich mich selbst wahrgenommen habe und …