Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bewusstsein

Der Ort, an dem Gefühle entstehen …

Verliebtheit kann einem das Gefühl geben weit, offen und inVerbindung mit sich selbst und der Welt zu sein.Ich erweitere mich durch Dich. Ich fühle meine Schwere nicht mehr,ich fühle Leichtigkeit und Vitalität. Eine neue Qualität zieht in mein Leben ein, eine neue Hoffnung – vielleicht klappt es diesmal? Doch was soll da eigentlich klappen?  – Es soll normalerweise das nicht mehr auftauchen, was ich sonst erlebe, wenn ich nicht verliebt bin oder in einer „unglücklichen“ Beziehung.Oder in einer, in der die Luft raus ist. Oder wenn da gar niemand ist, auf den ich mich „beziehen“ kann. Verliebt, fühle mich nicht mehr allein. Sobald die Verliebtheit weg ist, werde ich wieder auf mich selbst zurückgeworfen und das vertraute Gefühl schleicht sich wieder ein. Das, was ich so gut kenne.  Und das kann alles sein, nur ganz bestimmt nicht angenehm. Ohne das positive Angeschwungensein durch einen anderen, fühlt es sich auf Dauer leer und fade an. Ich mag die Gefühle, die ich empfinde, wenn der andere, der mir so gut zu entsprechen scheint,  in meiner Nähe ist. …

Mitgefühl für Dich selbst ist der Anfang …

Wenn wir davon sprechen, dass etwas menschlich ist, dann meinen wir damit eine Fehlerhaftigkeit, die verzeihbar erscheint. Weil sie einfach nicht überwindbar ist. „Das ist menschlich“ – bedeutet: Das geht uns allen so! Da kann keiner raus. Wir kennen es alle. Und darin sind wir miteinander verbunden. In der Ausweglosigkeit. In dieser Verbundenheit liegt eine Erleichterung. Die Erleichterung des Zulassens. Wir gestehen uns gegenseitig unsere Hilflosigkeit ein und fühlen uns in unserer Fehlbarkeit gesehen und akzeptiert. Das eigene Erleben wird erst dann leicht und verbunden, wenn ich diese Akzeptanz der (scheinbaren) Fehlerhaftigkeit für mich selbst in Anspruch nehme. Wenn ich anfange, den strengen Blick desjenigen in mir selbst zu entkräften, der mir beständig ein Idealbild vorsetzt, dem ich entsprechen soll. Wenn ich anfange mir selbst gegenüber Menschlichkeit walten zu lassen. Mitgefühl zu mir selbst zu entwickeln bedeutet, das Wesen zu erleben, das dem Druck der Idealvorstellungen von sich selbst ausgeliefert ist. Es zu erleben heißt, den Schmerz direkt wahrzunehmen, dem es ausgesetzt ist. Ich selbst erlebe, wie es sich anfühlt, nie zu genügen. Statt den …

Kennst Du Deine Wirklichkeit?

Viele Menschen machen sich an einem bestimmten Punkt ihres Lebens auf den Weg der spirituellen Suche. Doch warum ist das so? Was suchen wir wirklich? Wollen wir neue, unbekannte Bewusstseinszustände erleben? Wollen wir in Sphären vordringen, die jenseits unseres Alltagserlebens existieren? Wollen wir von den Schwierigkeiten und Limitierungen der Welt befreit werden? Oder wollen wir den Sinn und die Bedeutung unseres Lebens hier, wo wir sind, vertiefen und bereichern? Wenn wir wirklich wollen, dass die Hinwendung zur spirituellen Auseinandersetzung mit uns selbst unser Leben tief berührt und transformiert, müssen wir für uns klären, was wir wirklich wollen. Die Welt in der wir leben ist laut und voller Ablenkungen. Die alten richtungweisenden Systeme, ob politischer oder religiöser Natur, sind schon lange zusammengebrochen und viele finden sich noch immer in einer Orientierungslosigkeit wieder, die uns eine beunruhigende Haltlosigkeit empfinden lässt. Wir sind es nicht gewohnt Orientierung in uns selbst zu suchen und zu finden. Wenn wir tief in unser Herz schauen, erkennen die meisten, dass das, was sie sich wünschen etwas sehr Einfaches ist: Entspannung, Ruhe und …

Es ist die Leichtigkeit des Lebens, die in Dich einzieht

Du schlägst die Augen auf. Die Nacht ist zu Ende. Was ist es, was Du fühlst? Müdigkeit? Anspannung? Sorge? Termindruck? Angst? Nimmt ein routinierter Ablauf seinen Gang? Wie ist es für Dich, jeden Morgen aufs Neue in diesem Körper zu erwachen? Wer oder was kommt da zu sich? Ist es eine Liste mit Aufgaben, die sofort das Ruder übernimmt? Ich kann immer wieder beobachten, wie meine Kinder aufwachen. Sie verstecken sich im ersten Moment vor mir und dem grellen Zimmerlicht unter der Decke. „Noch ein bisschen schlafen, Mama!“ Aber bald hält es sie nicht mehr und die Lebensgeister sprühen durch ihre Venen. Sie springen raus und der Tag beginnt.Es ist eindeutig, was hier zu sich kommt: Freude, Neugier und Lebenslust. Wie ist es bei Dir? Warum fällt es uns oft so schwer die Leichtigkeit des Lebens zu spüren, wenn ein neuer Tag die Fühler nach uns ausstreckt? Es gibt nur einen einzigen Grund: Was da zu sich erwacht, ist nicht das Leben selbst. Es sind Vorstellungen davon, wie es zu sein hat und wie wir …

Ich bin zu nichts nütze – Befreiung aus dem Darstellungszwang

Du bist zu nichts nütze. Diese Erkenntnis kann Dich entweder in eine Depression treiben oder befreien. Depressiv werden wir, wenn wir diesem Satz volle Bedeutung schenken, indem wir uns mit anderen vergleichen, die in dieser Welt scheinbar viel nützlicher mit ihren Fähigkeiten und Gaben sind, als wir. Dann füllen wir unseren Innenraum vollkommen aus mit dieser Bedeutung. Als Ergebnis dieser schwächenden Gedanken, werden wir uns völlig nutzlos fühlen und zu spüren bekommen, wie sich das anfühlt: Blockierend, eng, dicht, traurig, verloren, unsicher, vernichtend. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich mich nutzlos gefühlt habe, weil meine Interessen und Befähigungen so gar nichts mit den Anforderungen der äußeren Welt zu tun haben. Ich hielt es nie lange durch Dinge zu tun, die mir nicht entsprachen, die ich nur tat, um damit Geld zu verdienen. So kam es immer wieder zu dem Empfinden, nicht in diese Welt zu passen. So lange, bis ich diese Vorstellung hinterfragt habe. Die Vorstellung von Nützlichkeit. Die meisten Menschen tun Dinge, die sie nicht tun wollen, weil sie glauben, dass das, …

Du bist der Gastgeber Deiner Limitierungen

Das Gefühl man selbst zu sein, ist so zentral und tief, dass es einem Schock gleichen kann, wenn man herausfindet, was es bedeutet, an einem Ich anzuhaften, das nicht das wahre Ich sein soll. Wenn man überhaupt herausfindet, dass „man“ an „sich“ anhaftet. Denn wie kann es sein, dass ich an mir klebe? Wer ist „Ich“ und wer ist „mir“? Bin ich etwa zwei? Diese Frage ist so groß, so tief und so schön … Herauszufinden, dass das, worunter ich leide nicht das ist, was ich bin, gleicht dem Aufgehen einer Sonne, die noch nie zuvor gesehen wurde. Ich leide, im Grunde, unter den Gedanken über mich selbst. Ich denke mich klein, ich denke mich schwach, ich denke mich minderwertig, unzulänglich und falsch. Und dieses Denken halte ich zutiefst für mich selbst. Darin erkenne ich nicht, dass ich die Erlebende dieser gedanklichen Auswirkungen bin. Ich erlebe, was ich über mich denke Ich erlebe, was ich über mich denke. So fühlt es sich an, was ich über mich denke … Und ich erlebe, dass ich diesem …

Das Mysterium des Glücks: Befreite Anwesenheit

Es kann nicht mehr darum gehen, immer und immer wieder die Geschichte zu bestätigen, die Du als Dich selbst erfährst. Niemand ist kompetent genug, Licht in das System zu bringen, als das Du Dich erfährst. Denn das erfährst nur Du, niemand sonst. Mir geht es immer mehr darum, Dich darauf hinzuweisen, dass Du mehr bist als die Geschichte, als die Du Dich ereignest. Du bist das, worin diese Geschichte auftaucht. Du bist das, was sich durch diese Geschichte erfährt. Du bist nicht nur das, was Du als Dich kennst: Das Problemfeld. Die Ängste, Sorgen, Nöte. Die Freude, wenn die Ängste mal nicht da sind, die Entspannung, sobald mal kein Druck da ist. Die Gedanken, die Dir erzählen, wer Du bist. Das ist die Geschichte, das ist die Eingrenzung, der Rahmen, in dem Du Dich bewegst. Aber dieser Rahmen wird erlebt. Und dieses, was erlebt, ist unbegrenzt. Es ist das Erleben an sich, das Du bist. Dieser Perspektivwechsel ist es, um den es mir geht. Nur dieser Perspektivwechsel lässt Dich da ankommen, wo Du schon bist: …

Die Sucht nach Emotionen und Zuständen

Wir nehmen uns wahr als das, was wir denken und fühlen und verlieren uns darin.
Freiheit beginnt für mich in dem Moment, wo ich erfahren kann, dass meine Gefühle
Filter sind, durch die ich sehe. Es sind bunte Brillen, die ich mir auf die Nase setze.
Warum setze ich sie mir auf?
Weil ich sie für mich selbst halte. Dieser Prozess geht so schnell, dass er nicht wahrnehmbar ist.
Die Bewusstheit in mir sieht durch den Filter und verschmilzt augenblicklich mit ihm.
Das ist Identifikation. Der Bewusstheit  fehlt die Kraft. Emotionen haben Kraft,
weil sie, sobald wir das Licht der Welt erblicken, kultiviert werden.
Das, was ihnen jedoch zugrunde liegt, bleibt den meisten Menschen verborgen.