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Das Sehnen als Sucht und was Dir Sehnsucht über Dich sagen will…

„Die Sehnsucht lässt alle Dinge blühen, der Besitz zieht alle Dinge in den Staub.“ Marcel Proust Dieses Zitat beschreibt genau das Dilemma eines Sehn-Süchtigen. Alles, was Du Dir ersehnst, ist deshalb so Wunder-voll, weil es unerreichbar ist. Sobald das Objekt Deiner Begierde greifbar ist, sobald Du es zu „besitzen“ scheinst, verliert es all seinen Glanz. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob es sich um ein Objekt oder einen Menschen handelt, nach dem Du Dich verzehrst. Noch so ein schönes Wort, das dieses Gefühl des Sehnens so plastisch beschreibt: verzehren. Genau so fühlt es sich an. Als ob Dich der Schmerz der Nichterfüllung von innen her auffrisst. Gleichzeitig hat er die zuckrige Süße einer reifen Feige. Ich liebe dieses Gefühl. Es begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Ich wurde sozusagen zwischen Sehnsucht und Erfüllung groß. In diesem ewigen Wechselspiel der Gefühle. Alles nur ein Spiel des Ego Was für ein Schock war es für mich, als mir klar wurde, dass dies nur ein Muster ist, eine Struktur meines Ego, dieser Kreislauf, ein scheinbar unentrinnbares Gefängnis. …