Es gibt so gut wie keinen Menschen, der nicht traumatisiert ist. Woran liegt das? Aus verschiedenen Gründen kommt Bewusstsein erst in dieser Zeitperiode in die Lage, sich mehr und mehr einzusehen. Was zur Folge hat, dass wir von Menschen großgezogen wurden, die ein Selbst- und Weltbild weitergegeben haben, das auf Unbewusstheit und Funktionalität basiert. Und es gibt nur sehr wenige, die das Gefängnis ihrer konditionierten Abwehrhaltung verlassen konnten.

Wir sind derzeit noch immer im Überlebensmodus, was sich daran äußert, dass unsere Aufmerksamkeit stark in Überlebensängsten gebunden ist und wir in erster Linie an Sicherheit interessiert sind. Ist unser Nervensystem entspannt, sind wir es auch und können in fruchtbare Interaktion mit anderen Menschen treten, wo diese Sicherheit empfunden werden kann. Doch die Nervensysteme sind selten entspannt. Und wir trauen uns selbst kaum über den Weg, geschweige denn anderen. Die Ursache der Angst liegt tief in der Kindheit vergraben und wirkt bis ins Erwachsenenalter nach.

Kooperation als evolutionärer Fortschritt

Soziale Bindung ist das Schlüsselelement, was menschliches Bewusstsein evolutionär hat reifen lassen und uns anfangen ließ miteinander zu kooperieren. Diese Kooperation läuft aber nicht ungestört ab. Das Trauma unserer Kindheit lässt sich einfach zusammenfassen: Wir wurden nicht willkommen geheißen in diesem Leben und schon bald nach unserem Erscheinen Erwartungen unterworfen, die dem unbewussten Überlebenstrieb dienen.

Funktionalität wurde über Selbsterfahrung gestellt und so fühlen wir uns noch heute in Funktionen und Rollen eingezwängt, die unser Leben eng, unverbunden und problematisch erscheinen lassen. Die Ratio dominiert unser Erleben, was die meisten Menschen nicht fühlen lässt, wer sie sind, wonach sie bedürfen und wie sie sich mitteilen können, um in die sichere, unbelastete Verbindung zu finden.

Ein praktischer Ansatz …

Seit langem suche ich nach wirksamen praktischen Ansätzen, die Menschen in die Entspanntheit ihres Seins finden lassen, um die Erfahrung ihres Lebens machen zu können. Eine Erfahrung jenseits von Rollenklischees, von Ideen über sich selbst und die Welt. Eine Erfahrung jenseits von geistigen Grenzen, die unsere Empfindungs- und Wahrnehmungsmöglichkeiten ständig in Schach halten und uns nicht über den Gartenzaun unserer funktionsgesteuerten Lebensweise sehen lassen.

Eine Erfahrung, die eine Abenteuerreise ist, die grundlegend jedem offen steht, der in der Lage ist sich frei auf sich selbst und andere Menschen einzulassen. Auf dieser Suche ist mir die Arbeit von Gopal begegnet. Er ist Traumatherapeut und spiritueller Lehrer. Aus verschiedenen psychologischen Ansätzen hat er eine sehr spannende Methode namens „Floating“ entwickelt, die Menschen einander näherbringt und neue Realitäten installiert.

Neue Realitäten deshalb, weil wir die Erfahrung machen können, dass wir, entgegen unserer eingeimpften Befürchtung, einander vertrauen können. Und das erschafft eine ganz neue Sichtweise. Eine Sichtweise, die in der Lage ist, unser Leben grundlegend zu ändern. Nicht nur aus mentaler Einsicht heraus, sondern als Folge der eigenen Erfahrung. Denn erst die Erfahrung vollzieht die Veränderung.

Was bringt uns in Verbindung?

Im Gespräch geht es um die Gründe für unsere Verbindungslosigkeit und um praktisch anwendbare Möglichkeiten, den uralten Überlebensmodus, der uns in so schwerwiegenden Limitierungen gefangen hält, zu verlassen.

Wie können wir lernen uns einander ehrlich mitzuteilen und in die Sicherheit zu finden, die uns frei atmen und fließen lässt? …

Ich erfahre viel Neues in diesem Austausch. Manches ist so neu, dass es erstmal ankommen muss. Mit anderem kann ich erstmal nicht mitschwingen und doch siegt die Offenheit. Denn Lernen ist erst möglich, wenn wir uns einander als aufgeschlossene Räume begegnen, in die wir vorbehaltlos eintreten dürfen. Hier können wir gemeinsam neues Land betreten, das alte Wunden heilt und uns in neue Erfahrungen führt, die zu einem freien und menschlicheren Umgang mit uns selbst und anderen Menschen führt.

Ich wünsche Dir viel Inspiration durch dieses Gespräch.

Mehr zu Gopals Arbeit findest Du hier: www.traumaheilung.net

In Verbundenheit, Nicole

 

Wenn Dich der Artikel inspiriert hat, freue ich mich sehr über den Ausdruck Deiner Wertschätzung mittels einer Spende. Vielen Dank!

1 Kommentar

  1. Rudi Müller

    Ab Minute 28 hat’S wirklich ganz hefftig gekrippelt. Das ist ja soo wahr. Ich sehe mich so deeutlich , darin , was Du da sagst. Es schreit ganz laut „Hilfe“ in mir. Ich habe Angst zu springen …

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