Die Botschaft Deiner Gefühle - anhören

von Radical Now

Wir sind es gewöhnt, auf unangenehme Gefühle mit Widerstand zu reagieren. Sie sollen weggehen, wir wollen sie nicht, sie sollen sich bitte verändern und den guten Gefühlen wieder Platz machen. Das ist normal und bei fast jedem Menschen so.

Sobald sie auftauchen, agieren wir sie aus oder lenken uns ab, steigern uns hinein oder unterdrücken sie bewusst. Wir lassen unser Leben und unsere Ansichten direkt von ihnen beeinflussen und halten uns dann für falsch, nicht liebenswert, für unsicher, bedürftig, abhängig, beziehungsunfähig, lebensuntüchtig usw.

Diese Erfahrungen ziehen weitere Gedanken, Gefühle und Situationen mit sich, die sie rundherum bestätigen. Wir glauben dann, dass das Leben unumstößlich so ist, wie wir es erleben.

Hast Du echtes Interesse?

Bist Du an der Ursache Deiner unangenehmen Gefühle interessiert? Willst Du tatsächlich ein Leben in Übereinstimmung mit Dir und „der Welt“ führen? Wenn hier ein eindeutiges „Ja“ in Dir auftaucht, dann wirst Du bereit dafür sein, Dir anzusehen, wie es immer wieder zu diesen Gefühlen in Dir kommt.

Hier kann sich Deine Sichtweise auf Probleme und schwierige Gefühle radikal ändern. Natürlich sind problemhafte Gefühle unangenehm, das müssen sie sein, denn in ihnen steckt ein wichtiger Hinweis. Und je weniger wir diesen Hinweis wahrnehmen wollen, um so deutlicher und damit unangenehmer werden die Hinweise.

Bis Du hinsehen musst, weil es ganz konkret um Dein Leben geht. Doch das tut es nicht erst in der letzten Minute, das ist immer so. Es geht immer um Dich. Es ist nicht leicht umzudenken und sich aus dem Gewohnheitssog herauszuziehen, aus der Sichtweise, die so leichtfällt, weil sie so lange bedient wurde.

Der Hinweis auf Deine Natur

Genau so, wie die Freude und das Gefühl der Ruhe, die Ausgeglichenheit und stille Offenheit, die Du an Dir kennst, Hinweise auf Deine wahre Natur sind, auf Deinen bewussten, natürlichen Zustand, sind die schwierigen Momente, die engen, schweren und dunklen Gefühle ein Hinweis auf die Wunde, die unhinterfragt in Dir brennt.

Es ist die Wunde, die bei jedem Menschen einen anderen Namen hat und doch der gleichen Quelle entstammt. Die Quelle ist eine Fehlsichtigkeit dessen, wer das eigentlich wirklich ist, der hier „Ich“ sagt und mir eine Welt vermittelt, die so aussieht und sich so anfühlt, wie sie mir erscheint.

Bei manch einem trägt sie den Namen Angst und bei einem anderen den Namen Ohnmacht und wieder bei anderen nennt sie sich Ungeliebtsein. Diese Wunde setzt uns dann jene Brillen auf, durch die die Welt, wie wir sie sehen als beständige Unsicherheit erscheint, als ein Ort, in dem ich mich nie wirklich willkommen, sicher und geborgen fühlen kann.

Oder sie erscheint als ein Ort, an dem ich immer wieder mit meiner Ohnmacht konfrontiert werde, weil andere über mich entscheiden und ich dem nichts entgegenzusetzen habe. Oder aber ich muss immer wieder an mir zweifeln, mich falsch fühlen, einsam, ungeliebt und von allen verlassen.

Die gefärbten Brillen

Wir haben alle diese Brillen auf und merken es nicht. Selbst wenn wir es merken, fühlen wir große Widerstände, sie einfach abzusetzen. Diese Widerstände sind nichts anderes als der starke Sog der Gewohnheit. Der Vertrautheit, der Orientierung durch diese vertrauten Reaktionen auf die scheinbar wahren Situationen im Außen.

Und hier braucht es Deine volle Lust aus diesem gewohnten System auszubrechen. Und ja, ich sage Lust. Weil es Deine gesamte Freude und Deinen gesamten Willen braucht, um die Einsicht in diese Mechanismen, durch den Motor Deiner Gefühle, anzufeuern. Dann können sie ihre Wirkung tun. Dann arbeiten Dein Geist und Deine Gefühle auf eine förderliche Art zusammen. Und Du nimmst die Anstrengung auf Dich, immer wieder zu erkennen, was gerade wirklich in Dir wirkt und kannst Dich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.

Diese Haltungsänderung bewirkt, dass Du jedes Gefühl des Zweifels, der indirekten Angst, der aufkommenden Ohnmacht als einen Hinweis darauf siehst, dass wieder ein alter Mechanismus wirkt, der Dich aus Deinem Frieden ziehen will. Weil er das machen muss. Denn so ist er angelegt.

Es reicht nicht …

Es reicht nicht, die Programmierungen zu verstehen. Es reicht nicht, sie durchschaut zu haben und zu glauben darüber zu stehen, indem einfach nicht hingesehen wird. Es reicht auch nicht, daran immer wieder zu verzweifeln.  Es braucht die Arbeit „vor der Erleuchtung“ und auch „nach der Erleuchtung“, um es wirklich ins Leben zu integrieren. Um tatsächlich zu leben, was erkannt wurde. Natürlich nur insofern das auch tatsächlich der wahre Wille ist, dem Du folgen willst.

In echter Übereinstimmung mit Dir selbst zu leben ist möglich, wenn Du das willst. Wenn Du Lust auf Dich hast, als das Bewusstsein, das als Du und durch Dich wirkt, wenn Du freudige Lust auf den Geschmack der echten Liebe, der echten Offenheit und der echten Freude und Gelassenheit spürst. Geist und Gefühle sind wundervolle Werkzeuge, derer Du Dich bedienen kannst, als Bewusstsein, das sich selbst entdecken will. Das nicht immer wieder an den gleichen Geschichten hängen bleiben, sondern die Liebe, die Sicherheit und die Macht seiner wahren Natur zu seiner Wirklichkeit erheben will.

Dann wird der Schmerz zu einem Hinweisschild, das Dir einfach sagt: Schau noch genauer hin. Ist das wirklich so, wie Du glaubst? Ist die Liebe nicht die ganze Zeit als Möglichkeit in Dir präsent? Die Angst lässt Dich innehalten und ihr ins Angesicht sehen. Ist sie wirklich so grauenvoll? Oder ist es nicht ein Geist, der so lange hinter Dir her ist, wie Du vor ihm davonläufst?  Und dann lässt Dich die Ohnmacht tiefer graben und die Stelle finden, die stark ist, die Dich kraftvoll für Dich selbst sprechen lässt – aus Deiner Mitte heraus.

In Verbundenheit, Nicole

Wenn Du tiefer gehen willst mit Deinen Gefühlen und sie Dir gemeinsam mit mir in einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter anschauen willst, dann melde Dich zu den 5 Gruppenabenden an, die Dir dafür Gelegenheit bieten. Mehr Infos findest Du, wenn
Du auf das Bild klickst:

 

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