Der Mensch ist das am weitesten entwickelte Instrument, das es auf dieser Erde gibt. Er ist ein Instrument, dessen Möglichkeiten noch nicht mal im Ansatz erschlossen sind. Du selbst bist dieses Instrument, das nur auf dieser Welt ist, um seine eigene Melodie zu finden. Wie sehr kannst Du über Deine Limitierungen hinauswachsen, um dem gerecht zu werden, was Du bist? Ein göttliches Werkzeug, das unendliche Möglichkeiten hat sich auf seine ganz eigene Weise, mit seinen ganz eigenen Qualitäten zu entwickeln.

Unser menschliches Gehirn ist ca. 6 Millionen Jahre alt und seine Primärfunktion ist es unser Überleben zu sichern. Deshalb sind wir auf Fehlersuche programmiert, auf Unterscheidung und Trennung. Einfach um Gefahren zu erkennen und Lösungen zu finden. Es ist ein Problemfindungsinstrument. Noch immer. Deshalb übersehen wir die Dinge, die in unserem Leben gut funktionieren und konzentrieren uns stärker auf die Schwierigkeiten und Probleme, die sich uns natürlich da zeigen, wo wir sie suchen und zu suchen bedeutet, die Aufmerksamkeit dahin zu richten, wo wir vermuten etwas zu finden.

Einer offenen Wahrnehmung zeigen sich zu dieser Offenheit passende Gedanken. Einer engen Wahrnehmung, die sich hauptsächlich auf Dinge konzentriert, die schwierig erscheinen, erscheinen hauptsächlich schwierige Gedanken. Hier können wir wirklich von exponentiellem Wachstum sprechen …

Stell Dir vor, Du bist der Himmel …

Einem offenen Bewusstsein wird bewusst auf welche Weise das Denken in ihm stattfindet. Es ist in der Lage zu sehen, wie es zu den Gedanken und Gefühlen kommt, die es auf eine Art limitieren, dass es nicht in sein volles Potenzial findet. Stell Dir vor Du bist der Himmel – unendlich weit und offen, doch Du nutzt immer nur einen Abschnitt davon, in dem dichte Nebel herrschen und Regenwolken die Sicht verdunkeln, obwohl Dir zu jeder Zeit der ganze Himmel zur Verfügung steht.

So gehen wir mit uns selbst als diesem Instrument um, das wir sind. Für das wir keine Gebrauchsanweisung bekommen haben und das wir deshalb selbst entdecken müssen.

Uns kann bewusst werden, wie sehr wir unser ganzes Leben lang auf Problemfindung konzentriert sind, anstatt in uns selbst als Qualität zu blicken. Als die Qualität, die wir von Anfang an sind. Die sich eben noch nicht mal in Ansätzen entdeckt hat. Ich bin immer fasziniert, wenn ich von Menschen höre, die in ihre Möglichkeiten gefunden haben, weil sie in die Sonne geblickt haben anstatt den Kopf in den Sand zu stecken.

Wir sind Teile eines Geistes

Ich lasse mich liebend gerne von ihnen dazu inspirieren meine eigenen Möglichkeiten zu entdecken und nicht immer in meine Zweifel und scheinbaren Schwächen zu sehen und an ihnen zu kleben. Wir sind alle Teile EINES Geistes und deshalb ist allen grundlegend möglich, was diesem Geist möglich wird. Es kommt nur darauf an, wie sehr ich mich für Möglichkeiten öffnen kann. Ich will den Rest meines Lebens leben, ich will mich weiten und meine Wahrnehmung so offen wie möglich erleben, um zu erleben! Und zwar nicht alles, sondern genau das, was sich alles durch mich erlebt!

Dafür ist das Leben da. Es will sich selbst erleben. Und was heißt „sich selbst“? Was können wir über Bewusstsein sagen? Wir können es nicht mit den Sinnen erfassen. Es ist nicht fühlbar, nicht anfassbar, wir können es weder riechen noch schmecken. Ganz einfach, weil es die Grundlage dafür ist, dass wir riechen, schmecken, sehen, hören und fühlen können. Ohne Bewusstsein ist das alles nicht möglich. Ist Bewusstsein Nichts? Das können wir so auch nicht sagen, denn wenn es Nichts wäre, dann wäre es ja schon wieder Etwas, nämlich Nichts. Also etwas, was wir benennen können.

Bewusstsein ist nicht benennbar. Es ist so wenig Etwas, dass alles in ihm erscheinen kann. Alles, was Du wahrnimmst, nimmst Du im Bewusstsein wahr. Also können wir darüber sagen, dass es reine Offenheit ist, in der all das sein kann, was wir erleben. Ohne Unterschied. Deshalb sagt man ja auch, dass vor Gott alle gleich sind. Damit ist nichts anderes als diese Offenheit gemeint. Bewusstsein ist also endlose Offenheit. Diese Offenheit kann man auch als Stille bezeichnen. Eine Stille, die sich zu dem, was in ihr auftaucht, nicht als etwas eigenes äußert. Die Stille, die alles als es selbst erscheinen lässt und damit überhaupt erst erfahrbar macht. Ein Affe ist nur ein Affe und nichts anderes. Ein Hund, eine Katze, eine Qualle, eine Rose. Sie sind alle eindeutig sie selbst.

Wann sind wir wir selbst?

Und wir? Wir sind dann wir selbst, wenn wir uns in vollkommener Offenheit und Stille selbst empfangen. Wenn in uns nichts dazwischen steht. Dann sind wir eins in uns. Dann finden Gedanken und Gefühle statt, die zu Handlungen oder Nichthandlungen führen. Und sonst nichts.
Es finden keine internen Diskussionen statt, ob das, was wir fühlen sein darf oder nicht, ob das, was wir denken sinnvoll und gut ist oder nicht. Das Selbstgespräch ist vollkommen überflüssig und führt erst zu Ver-zwei-flung und zu Zwei-fel. Auch hier ist die Sprache wieder schlauer als oftmals der Verstand, der sie benutzt. Was ist Bewusstsein noch? Intelligent!

Allein, wenn wir uns einen Grashalm ansehen, einen Marienkäfer oder auch nur einen unserer Finger, können wir erkennen, mit welcher Sorgfalt all das konstruiert ist. Mit welcher Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Intelligenz! Es ist Bewusstsein, in dem der Marienkäfer, der Grashalm, der Finger auftauchen. Nur mit Bewusstsein kann ich diese Dinge wahrnehmen. Und nur durch Bewusstsein kann ich die Intelligenz bewundern, die in dem, was ich wahrnehme, sichtbar wird. Der Käfer (der Grashalm, der Finger …) ist also Bewusstsein selbst, da es ihn ohne Bewusstsein schlicht nicht gibt … Kannst Du das sehen?

Bewusstsein ist also offen und still. Zwei Aspekte, die uns die Erfahrung unserer selbst erst ermöglichen. Wenn wir also offen und still werden, können unsere Gedanken und Gefühle endlich sie selbst sein, ohne dass sich ein Zweifler und ein Nörgler und ein Besserwisser dazwischen stellen. Dann ermöglichen wir der Intelligenz, die Bewusstsein von Natur aus ist, uns als Besserwisser, Nörgler und Zweifler abzulösen und uns ein Wissen zugänglich zu machen, das Erleben und Gewissheit in uns vereint.

Eine neue Art des Wissens

Dann wissen wir durch die direkte Wahrnehmung unseres Denkens und Fühlens, was los ist. Wir müssen nicht darüber nachdenken, was wir denken und fühlen.
Dann erst klingen wir als Instrument nicht mehr schief und sind langsam auf dem Weg uns selbst spielen zu lernen. Weil das Nachdenken als Störfunktion für direkte Wahrnehmung erkannt wird, die als Sand im Getriebe, das System daran hindert reibungslos zu funktionieren.

Jede Bewegung des Geistes über das, was zuerst gedacht und gefühlt wird hinaus, ist zuviel und verursacht Kontraktionen im Geist, die sich als Blockaden in uns bemerkbar machen. Denken und Fühlen sind wunderbare Funktionen. Sie sind notwendig, um uns durch unser Leben zu navigieren. Aber Nachdenken und Vorausdenken sind überholte Funktionen, die sich für den Stand der Intelligenz, die unser System nun empfangen und nutzen kann, als störend erweisen. Sie haben schlicht ausgedient. Wir brauchen ein Update. Dieses Update ist bereinigt von überflüssigen Funktionen. Wie installieren wir dieses Update? Durch Einsicht. Durch Inspiration. Durch Bewusstmachung in unserem alltäglichen Erleben. Durch die Erfahrung des Unterschieds.

Dann lebt sich das Leben selbst durch uns. Es hat den freien Fluss durch unser Denken und Fühlen. Es folgt sich selbst als Wahrnehmung und erlebt keinen Widerstand mehr gegen das Wahrgenommene. Nachdenken und Vorausdenken sind sowas wie die Plastikhüllen, mit denen die ältere Generation der Ost-und Südeuropäer ihre neu gekauften Sofas einwickeln, damit diese nicht schmutzig werden.

Sie sitzen auf sicherem, abwaschbaren Plastik und schonen so das Sofa, das sie sich gekauft haben, weil die Farben und der Stoff so schön waren.
Doch damit kommen sie nie in Kontakt …

Wenn Du mit Deinem Leben in Kontakt kommen willst, hör auf nachzudenken, hör auf vorauszudenken sondern sei dabei, bei dem, was Du denkst und fühlst. Und lass Dich von Dir selbst in die Echtheit Deines Lebens entführen. Dann leuchten die Farben von ganz allein und Du bist und erlebst jene vollkommene^

Melodie, die nur durch Dich erklingen kann …

In herzlicher Verbundenheit, Nicole

Ein Traum von Elias - Nicole Paskow

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2 Kommentare

  1. Gila Seel

    Danke

    Antworten
  2. Detlef

    Danke Nicole,
    die Essenz habe ich erstaunlicherweise heute schon einmal gehört – erstmals. Und jetzt bei Dir noch einmal so klar. Das hat mir viel klar gemacht und scheint bei mir dran zu sein. Bin am Umsetzen. Danke!!!

    Antworten

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