Radical-Video

Wovor schreckst Du zurück?

Es geht eigentlich nur darum, herauszufinden, was Du Dir alles vormachst in Deinem Leben. Um so den Weg frei zu machen, zu dem, was ursprünglich in Dir angelegt ist. Wie viele Kompromisse gehst Du ein, um Dich sicher zu fühlen? …

 

Buchvorstellung: Neuland

Mein erstes Buch! Ich habe es zusammen mit dem Autor und spirituellen Lehrer Daniel Herbst verfasst. Ein Fall in die Tiefen des Lebens, eine Reise zu mir selbst… Wir lesen Auszüge daraus vor. Das Buch ist im Noumenon Verlag erschienen.

Ein einziges Erwachen zu sich selbst

Hier lese ich einen meiner Texte aus „Neuland. In Resonanz mit dem Leben.“

 

Diese Entscheidung fällt nicht, wie Würfel fallen

Hier ein inspirierendes Video von Daniel Herbst.
Wenn die abgrundtiefe Sehnsucht nach Dir selbst Dein Leben übernimmt …

Hol Deine Energie zu Dir zurück

Der Text zum Nachlesen

Es ist nicht zu unterschätzen, wie stark unsere Prägungen auf uns einwirken. Im Grunde ist die ganze Menschheitsgeschichte in uns eingeflossen. Und am Urgrund der Menschheitsgeschichte steht der Kampf ums Überleben.

Und dieser Kampf äußert sich noch immer. Auch wenn wir mittlerweile an Bewusstsein und Intelligenz dazugewonnen haben, werden wir kollektiv und individuell noch immer von den Prägungen beherrscht, die uns der Überlebensmodus eingeimpft hat.

Dieser Modus ist geprägt von Angst, Abgrenzung, Missgunst, Täuschung, Habgier und Gewalt. Der individuelle Mensch wurde schon immer übergangen für ein kollektives Überleben. Und genau das macht die gesamte Menschheit im Kern unglücklich.

Und dieses Unglück, gekoppelt an die Suche nach Glück, dort wo es unauffindbar ist, beschreibt den Zustand der Welt. Wir achten uns selbst nicht, deshalb achten wir unsere Umgebung nicht, weder unsere Nächsten noch diesen Planeten.

Wir fühlen uns nicht. Wir denken uns nur. Und dieses Denken ist zutiefst vergiftet von Leere, Depression und Angst. Und der Bemühung das nicht direkt zu spüren. Sondern wegzumachen. Wir lenken uns ab durch Pillen, Alkohol, die Medien einfach alles, was uns von unseren wirklichen Gefühlen wegbringt.

Das äußert sich auf globaler Ebene, wie auch auf individueller Ebene. Fast unsere gesamte Energie ist nach Außen gerichtet. Wir suchen uns selbst im Außen, in der Bestätigung durch andere, wir suchen unser Glück im Außen, wir sind bemüht äußerlich alles aufrecht zu erhalten, was uns das Diktat unserer Konditionierung vorschreibt.

Wir leben nach den Vorstellungen anderer und halten das für so normal, dass es uns kaum ins Bewusstsein dringen kann, wie unmöglich uns das die Entdeckung unseres wirklichen Wesens unseres wirklichen Wollens, unserer wirklichen Bestimmung, unserer wirklichen Gefühle und Gedanken macht.

Es geht darum, die Energie, die wir nach Außen schicken, vollkommen zu uns selbst zurückzuholen. Nur dann können wir uns berühren, nur dann können wir wirkliche Nähe zu uns selbst erfahren.

Es geht um echte Verletzlichkeit, um echtes zu Dir kommen. Dorthin, wo es keine Ausflüchte mehr gibt, wo Du Dich nicht mehr verstecken kannst, vor Dir selbst.

Genau dort, an diesem Ort, vor dem Du so große Angst hast, liegt Dein Glück. Du hast Angst Dir zu begegnen, als das Wesen, das Du wirklich bist. Ängstlich, schwach, sensibel, hilflos, zart und unendlich verletzlich, weil es so lange schon ungesehen in Dir wohnt.

Ganz weit hinten, dort, wo niemand hinblicken kann, weil Du es für zutiefst verachtenswert hältst. Es wurde immer übersehen und abgewertet. Erst von Deiner unmittelbaren Umgebung und dann von Dir selbst.

Die einzige Möglichkeit wirklich zur Dir zu erwachen, als individueller Mensch und als kosmisches Ereignis zugleich, ist, Dich wirklich anzusehen, ganz offen, nackt, direkt, klar und zweifellos. Und Dich wirklich zu fühlen, tief, nah, freundlich, als wärest Du der einzige Mensch, dem Du jemals wirklich tief begegnen könntest, wenn Du Dich ihm öffnest.

Es geht um Dich in diesem Leben. Es geht nicht darum, es irgendwie, möglichst schadlos hinter Dich zu bringen. Mit möglichst wenig Aufwand.

Es ist ein Geschenk an Dich, das Dich unentwegt ruft.  Das Dich ins Leben ruft, wie es für Dich gedacht ist. Als wärest Du eine Pflanze, der man zu früh den Nährboden entzogen hat, wurde er Dir entzogen, indem man Dir erzählt hat, Du wärest anders besser und richtiger, als Du bist.

Hör auf, das zu glauben. Hör auf das zu glauben und fang an Dich Dir selbst zuzuwenden, als wärest Du Dein eigener Sonnenaufgang. Hier liegen die zarten Bande, die von Dir wieder verknüpft werden wollen.

Hier liegt die Heilung, die Verbindung. Der Anschluss an Dich selbst, so, wie Du gemeint bist. Von Anfang an. Wir können über den reinen Überlebensmodus hinausgehen, wenn wir uns wagen uns selbst zu vertrauen. Wirklich zu vertrauen.

Dann sind wir angeschlossen an die wahre Kraft, die uns wahrhaftig leben lässt und lieben lässt. Dann überleben wir im Licht, statt in der Dunkelheit. Dann führen wir uns selbst ins gelobte Land.

Hol Deine Energie zu Dir zurück. Lass Dich berühren von Dir selbst und wachse in Dich hinein. Denn dann, erst dann wirst Du spüren, dass Du etwas bist, das Möglichkeiten hat, von denen es nicht zu träumen gewagt hat.

Dann sind es Deine Möglichkeiten, und nur die machen Dich und alle anderen glücklich. Du fällst in die Offenheit für Dich selbst und von dort in die Offenheit für alles Lebendige, ohne Kategorie, ohne Verurteilung.

Wie ein Baum lebst Du aus Dir selbst heraus und verschenkst Deine Schönheit, Dein Strahlen, Dein Wesen an die Welt und nährst Dich selbst und alles andere mit Deiner klaren Energie.

Text zum Nachlesen

Das Relative in Umarmung mit dem Absoluten

Das Absolute und das Relative sind keine spirituellen oder philosophischen Abstraktionen, die mit unserem Alltag nichts zu tun haben. Die Gesamtbewegung und die Relativität ihrer Entstehung sind als permanente Anwesenheit überall zugegen.

Das Gesamtbild ist wie ein riesiges, bewegliches Muster. Bewegungen vollziehen sich. Einfach so. Das Karussell dreht sich, Menschen laufen herum. Mal hierhin, mal dahin. Hier blinkt es, dort glitzert es.

Aus der Vogelperspektive betrachtet, in der nichts als reine Wahrnehmung existiert, ist die Gesamtheit des Ablaufes eine Totalität, die so ist, wie sie ist. Es geschieht einfach, ohne einen Macher darin, der die Fäden zieht. Es gibt keine Gesamtkraft der eine Motivation innewohnt, die Dinge so oder so zu tun. Bewegung vollzieht sich, wie sie es tut. Hier hört etwas auf, dort geht etwas weiter.

Der Betrachter betrachtet ein bewegtes Bild, das sich vor seinen Augen entfaltet, wie es das tut. Folgerichtig aus sich selbst heraus. Das Absolute des Lebens bezeichnet das reine Sosein der Dinge. Ohne Interpretation, ohne Motivation, das fraglose Sein an sich. Es ist die Essenz dessen, der hauchfeine Gesamtgeschmack dessen, was sich bei genauem Hinsehen als individuelle Einzelbewegung vollzieht:

Der Mensch, der seine Freunde trifft, sein Kind ins Karussell hebt. Der Mensch, der den Kinderwagen schiebt, sich ein Eis kauft … In jedem Einzelnen vollzieht sich Motivation aus eigenem Antrieb heraus.

Jede Zelle des Gesamterlebens ist lebendig, atmet, fühlt, hat direkte, gerichtete Impulse, die sich miteinander verbinden, sich austauschen, neue Bewegungen kreieren. Jemand ist vielleicht unglücklich, oder fröhlich, erwartungsvoll, friedlich oder enttäuscht. All das bestimmt seine Bewegung im Raum. Es geht ins Kollektivmuster ein als individueller Ausdruck, der sich als Pigment in der Farbe der universellen Blüte widerspiegelt. Und so geschieht die Bewegung des Seins:
Individuelles Ichempfinden allerorten erschafft die unvorhersehbare, stets folgerichtige, pausenlose Entfaltung des Seins. Dieses Prinzip findet sich überall wieder.

Dein Leben geschieht. Einfach so. Von Deiner Geburt an bis zu Deinem Tod. Wenn Du es betrachtest, kannst Du ein Muster sehen, wenn Du von außen darauf schaust. Betrachte es wie ein Vogel, der eine Landschaft betrachtet. Ohne Meinung.

Sieh, wie Du einfach nur sprichst, isst, trinkst, tanzt, hierhin gehst und dorthin – und was Du sonst noch alles tust. Es ist eine Bewegung, die sich aus vielen einzelnen Bewegungen zusammensetzt, die sich aus vielen einzelnen Beweggründen ergibt.

Es ist einfach so, wie es ist. Bei jedem Menschen. Der stille Atem des Absoluten durchdringt uns alle. Wir sind die Eisblumen, die am kalten Fenster erscheinen, sichtbar geworden durch den unsichtbaren Lebenshauch. Und jede Eisblume ist ein Kunstwerk für sich, eingebettet in ein Gesamtkunstwerk aus Eisblumen, das sich als expressive Erscheinung rückhaltlos an die stillen Augen des Betrachters hingibt. Und hier verschmelzen Sehender
und Gesehenes zu Wahrnehmung. Sehen geschieht
durch Dich.

Hier verschmilzt Du als individuelles Bewusstsein, als „Ich“ – mit der Bewegung Deines Lebens. Das ist der Moment, wo Du Dich rückhaltlos zulässt und niemand mehr zwischen Dich und Dein Erleben tritt. Wenn Du einfach erlebst, was Du erlebst. Du isst, trinkst, gehst, stehst, schläfst, liebst, küsst, umarmst, schimpfst, wütest, erschaffst, gehst hierhin, dorthin und tust, was Du eben so tust.

Hier fängst Du an mit Dir übereinzustimmen, erwachst zu Deiner Wirklichkeit als reines Erleben, das sich als Selbstbewegung im Raum entdeckt. Hier kannst Du dir rückhaltlos folgen und Dich einfach einlassen auf das, was sich als Du selbst vollzieht und fühlt. Eine Bewegung im Raum, die von ihrem freigelassenen Gefühl bestimmt wird und frei und von Bedenken ungebremst das Muster ihres und allen Lebens zeichnet.

 

 

 

 

Viele klammern sich an die Empfehlung ihre Gefühle zuzulassen und zu fühlen, um zu sich selbst zu finden. Diese Empfehlung hat als Technik keinen Wert. Es geht um die Erkenntnis der Bewusstheit, die Du bist, die den Gefühlen Deinen Erfahrungsraum bietet …